Das Husarenregiment 
Török, Andreas Freiherr von, FML

Errichtung:

1756 unter der Leitung des Palatins Grafen Batthyányi von den Jazygiern und Kumaniern Distrikten, dann den Hayducken-Städten auf eigene Kosten mit einem Stande von 1.000 Mann aufgestellt (Jazygier und Kumanier 600, Hayducken 400) und auf Kriegsdauer in kaiserliche Verpflegung übernommen.

Das Regiment wurde anfänglich nur als "Jazygier und Kumanier" oder auch "Palatinal-Husaren-Regiment" benannt, 1763 anläßlich seiner Beibehaltung in kaiserlichem Dienst auf den Fuß der übrigen Husarenregimenter gesetzt. Erst 1765 erhielt es nach dem Tode des Palatins Grafen Batthyányi einen Inhaber, nach welchem es von nun an benannt wurde.
 

1768 eine Eskadron des aufgelösten Regiments Emerich Esterházy inkorporiert
1769 erhielt das Regiment in der ganzen Kavallerie die Nr. 36
1775 wurde es aufgelöst, die Obersten-Division zu Kaiser Reg. Nr.1, die Oberstlieutenant-Division zu Barcó Reg. Nr. 10 und die Majors-Division zu Hadik Reg. Nr.6 eingeteilt.

Friedensgarnisonen:

1763 Sziget, 1766 Szatmár, 1768 Debreczen, 1771 Szent-Miklós, 1772 Sambor, 1774 Stryj.
 

Regimentsinhaber:
 

1756-65 ohne Inhaber
171765 Michael Andreas Frhr. v. Török, GM, FML

Regiments Kommandanten:
 

1756 Lorenz Frhr. v. Orczy, Obrist
1758 Andreas Michael (später Frhr.) v. Török, Oberst
1763 Johann Pletrich, Oberstlieutenant-Oberst
1772 Franz Georg Frhr. v. Wimpffen, Oberst
1773 Joseph Gr. Guadagni, Oberst

Feldzüge:
 

1757 auf den Kriegsschauplatz in Böhmen gerückt, nahm das Reg. an der Expedition nach Berlin teil
1758 im Verband der Reichsarmee nahm es am Gefecht bei Sebastiansberg teil und später zur Deckung der Belagerung der Feste Sonnenstein an der böhmischen Grenze postiert.
1759 zeichnete sich das Reg. in den Gefechten bei Kaaden und Buchau und dem Treffen bei Meissen aus.
1760 stand das Reg. im Korps Lacy
1761 erlitt das Reg. im Gefecht bei Augustenburg große Verluste und nahm an einigen kleineren Aktionen, so bei Matzdorf, teil
1762 weiter im Verband der Reichsarmee nahm es an den Gefechten bei Gross-Bohra, Döbeln, dem Angriff auf Pretschendorf und dem Treffen bei Freiberg teil

Adjustierung des Regiments Tötök

*) Kopfbedeckung Tuchsack Pelz Dolman Aufschläge Hose Knöpfe/ Oliven
1756 Kalpak ? dunkelblau dunkelblau dunkelblau weiß
1765 ? ? hellblau hellblau   hellblau weiß
1767 Tschako grau ./. lichtblau lichtblau   lichtblau weiß

*) die Änderung nicht durchgeführt. Das Regiment scheint schon bei der Errichtung hell-blaue Farbe getragen haben. In manchen Abbildungen sind die Hosen 1760 rot.
 

Uniform eines Offizier des Regiments Török

Quellen:

  • Obstlt. Alphons Frhr. v. Wrede, Geschichte der K.u.K. Wehrmacht von 1618 bis Ende des XIX Jh. Wien, 1898-1905. 
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