Das Husarenregiment 
Uexküll-Gyllenband, Alexander, Graf, G.d.C. (1891)
Nr 16.

Errichtung:

Laut Erlaß vom 25.4.1798 aus der 4. (Chevauxlegeres-) Division des Dragoner-Regiments Coburg (1802 aufgelöst), jener des Chevauxleger-Regiments Latour (Dragoner 14), dann den französischen Emigranten-Division Saxe und Bercsényi-Husaren im Lager bei Engfurt in Bayern als leichtes Dragoner-Regiment Nr. 13 aufgestellt (anfänglich wurde es auch als "2. neu aufgestelltes Dragoner-Regiment" bezeichnet).
 

1802 zum Chevauxlegers-Regiment übersetzt, erhielt als solches die Nr. 6. Die Oberst-Division des aufgelösten Dragoner-Reg. Coburg Nr. 6 übernommen.
1851 in ein Ulanen-Regiment mit Nr. 10 umgewandelt.
1860 die 4. Division an das neu aufgestellte Freiwilligen-Ulanen-Regiment (später Nr. 13 ) abgegeben.
1873 in ein Husaren-Regiment umgewandelt, bzw. als Ulanen-Regiment aufgelöst und unter Beibehaltung des bisher geführten Namen mit der Nr. 16 in Ungarn neu formiert.

Ergänzungen:

anfänglich aus Böhmen, von 1830 aus Galizien, 1853-57 Kolomea, 1857-60 Stanislaus, 1860-1873 Bukowina. Als Husaren-Reg. 1873-75 Grosswardein, Debreczin, Munkács, 1875-83 Szolnok, Grosswardein, Debreczin, 1883-89 Arad, Grosswardein, Debreczin. Ab 1889 aus dem Bezirk des 7. Korps - Temesvár
 

Friedensgarnisonen:

1798 Engfurt in Bayern, 1801 Brandeis, 1802 Klattau, dann Laufen, 1803-05 Klattau, 1806 Brandeis, 1810 Klattau, dann Himberg, 1811 Inzersdorf1812-13 Kecskemét, 1814 Gyöngyös, 1815 Wien, 1816 Gródek, 1839 Wien, 1841 Gross-Tapolcsán, 1844 Gyöngyös, 1845 Grosswardein, 1848 Wien, 1849 Pressburg, 1850 St. Georgen, dann Tapolcsán, Prelouc, 1851 Güns, 1852 Neuhäusel, 1854 Bonczhida, dann Nadwórna, 1855 Elizabethstadt-Mediasch, 1857 Grosswardein, 1859 Czegled, dann Sáros-Patak, 1861 Nyiregyháza, 1863 Bistritz, 1864-66 Kronstadt, 1866 Theresiopel, 1872 Nagy-Károly, 1872 Debreczin, 1882 Czernowitz, 1888 Rzeszów, 1893 Budapest
 

Regimentsinhaber:
 

1798-1801 unbesetzt
1801 Franz Fürst Rosenberg-Orsini, GM, G.d.C
1832 Simon Chevalier Fitzgerald, FML
1845 Ladislaus Gr. Wrbna-Freudenthal, FML
1850 Eduard Gr. Clam-Gallas, FML, G.d.C.
1891 Alexander Gr. Uexküll-Gyllenband, FML, G.d.C.

Regimentskommandanten:
 

1798 Joseph v. Egger, Oberst
1800 Carl Frhr. v. Vincent, Oberst
1800 Carl Gr. Civalart, Oberst
1808 Joseph Gr. Chotek, Oberst
1809 Carl Chevalier Latuillerie, Oberst
1815 Peter Frhr. v. Gasser, Oberst
1819 Johann Chevalier Narboni, Oberst
1828 Wilhelm Frhr. v. Lobenstein, Oberst
1833 Hercules Gr. D`Auteuil, Oberst
1835 Carl Gr. Wallmoden-Gimborn, Oberst
1842 Johann Frhr. v. Hackelberg-Landau, Oberst
1846 Simon Klehe v. Frohenegg, Oberst
1849 Ferdinand Gr. Althann, Oberst
1852 Eugen Gr. Wrbna-Freudenthal, Oberst
1859 Wilhelm Gr. Westphalen, Oberst
1866 Otto Gr. Wickenburg, Oberst
1869 Otto Frhr. v. Ellrichshausen, Oberts
1872 Eduard Leipold, Oberst
1873 Carl Frhr. v. Lederer, Oberst
1876 Otto Klein, Oberstlieutenant-Oberst
1880 Franz Schiwetz, Oberst
1885 Richard Ritter v. Eisenstein, Oberst
1891 Theodor Pitroff, Oberst
1895 Eduard Antosch, Oberstlieutenant-Oberst
1897 Carl Bartl v. Boldogfalva, Oberst
1900 Leopold Frhr. v. Hauer, Oberst

Feldzüge:
 

1799 am Ober-Rhein, Abteilungen bei Überfällen auf Leimen und Gamshorst, das Reg. bei Offenburg, Renchen, Neckarau, Löchgau, wo es dem Feind in 5 glänzenden Attacken große Verluste beibrachte. Dann im Treffen bei Wiesloch
1800 in Kämpfen an der Iller, dann in der Schlacht bei Hohenlinden wo es den Rückzug deckte
1805 in Deutschland stehend im 1. Gefecht bei Ulm und bei Albeck, wo es einen großen Teil einer französischen Infanterie-Brigade gefangennahm. Gefecht bei Herbrechtingen, am Tag der Kapitulation schlug sich das Reg. durch und schloß sich dem Korps Erzherzog Ferdinand an, kämpfte bei Eschenau und Stecken. Der an der Grenze zu Tirol detachierten Division gelang es sich mit dem Reg. zu vereinigen
1809 im Korps Hiller in Deutschland in Gefechten bei Pfaffenhofen, Landshut und Neumarkt, deckte bei Ebelsberg den Übergang der Infanterie über die Traun, focht dann bei Aspern und Wagram, wo es am 6.7. die bedrohte Artilerie rettete, später beim Rückzug nach Mähren in einigen Gefechten
1813 focht das Reg. bei Dresden, Abteilungen bei Dippoldswalde, Naumburg, Eckartsberga und Hochheim. Vor Hüningen zeichnete sich das Reg. aus, als es wegen ungünstigen Terrains abgesessen den Feind mit dem Säbel in der Faust zurücktrieb
1814 Abteilungen in Gefechten bei Vandeouvres, Troyes, wo es in der Nachhut bei St.Bar große Verluste erlitt. Später das Reg. in den Schlachten bei Arcis-sur-Aube und Fère-Champenoise und den Gefechten vor Paris
1815 in Deutschland, ohne Aktion
1848 3 Divisionen aus Ungarn nach Wien gerückt, im Gefecht am Tabor, dann das ganze Reg. bei der Einnahme von Wien. Die 1. Majors-Division vorher in Serbien eingesetzt, wegen ihrer loyalen Haltung dann zum Reg. vor Wien beordert. Später versah das Reg. Sicherungsdienst um Wien
1849 beim Streifzug nach Raab einen Rebellenhaufen bei Bakonyibél zerstreut. Später fochten 2 Divisionen bei Waitzen und Nagy-Sarló, eine Division bei Káty. Im Sommerfeldzug im 3. Korps beim Vorrücken an die Theiß in Streifenkommandos
1866 4 Eskadronen bei der Nordarmee, fochten bei Skalitz und Königgrätz. Eine Eskadron stand in Olmütz

Adjustierung des Regimentes Nr. 16


 
 
Kopfbedeckung
Tuchsack
Pelz
Dolman
Aufschläge
Hose
Knöpfe/ Oliven
1798
Hut
-
---
Rock dunkelgrün
pompadourrot
weiß
weiß
1802
Hut
-
---
Rock weiß
schwarz
weiß
gelb
1806
Hut
-
---
Rock weiß
dunkelrot
weiß, ab 1810 lichtblaue Panatalon
gelb
1850
Hut
-
---
Rock dunkelgrün
dunkelrot
Pantalons dunkel-grün
gelb
1851
Czapka lichblau
-
---
Ulanka dunkelgrün
scharlachrot
Pantalons dunkelgrün
weiß
1865
Tatarka blau
-
---
Ulanka lichblau
krapprot
Hosen lichtblau
weiß
1868
Tatarka lichtblau
-
 
Ulanka lichblau
krapprot
Hosen krapprot
weiß
1873
Tschako aschgrau
.-
lichtblau
Attila lichtblau
 
krapprot
weiß

Als Dragoner-Regiment hatte es "deutsche" Uniform. Die Änderung 1850 wurde nicht durchgeführt, da das Reg. 1851 in ein Ulanenregiment umgewandelt wurde. 
Erst ab 1873 trug es als Husarenregiment Pelz und Attila.
 
 

 1851
1914

Quellen:

  • Obstlt. Alphons Frhr. v. Wrede, Geschichte der K.u.K. Wehrmacht von 1618 bis Ende des XIX Jh. Wien, 1898-1905. 
  • György Ságvári, Das Buch der Husaren, Magyar Könyvklub Verlag, Budapest 1999.
 
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