Das Husarenregiment 
Albert Eduard, Prinz von Wales (1888)
Nr 12.
                     

Errichtung:

1800 als ein Teil der ungarischen Insurektion in den Jazygier-, Kumanier und Hayducken Distrikten mit dem Stand von 3 Divisionen aufgestellt. Noch im gleichen Jahr als reguläres Husarenregiment übernommen, hatte das Regiment den Namen "Palatinal - Husaren" zu führen, da der jeweilige Palatin von Ungarn Inhaber des Regiments sein sollte.
 
 

1801 auf 4 Divisionen erweitert
1802 erhielt das Reg. die Nr. 12. (unter dieser Nummer bestand ab 1798 das 1801 aufgelöste kroatisch-slawonische Husarenregiment).
1849 wurde das Reg. in Folge der Ereignisse in Ungarn zu Klattau in Böhmen teilweise reorganisiert und führt seit 1850 den Namen des jeweiligen Inhabers
1860 aus der aufzulösenden 4. Division eine Eskadron formiert und an das Freiwilligen-Husarenregiment Nr.1 abgegeben

 

Ergänzungen:

Das Reg. rekrutierte sich aus den Jazygo-kumanischen Distrikten, 1857-60 Ofen und Erlau, 1860-67 Ofen, 1867-83 Erlau, 1883-89 Kaschau, Erlau, Presov. Ab da aus dem Bereich des 6. Korps - Kaschau

Friedensgarnisonen:

1800 Szt. Martón (Raaber Komitat), dann Bruck a.L., 1801 St. Georgen (Pressburg), 1802 Nagy-Tapolcsán, 1804-5 Neutra, 1806 Nagy-Tapolcsán, 1807 Rzeszów, 1808-09 Zolkiew-Rohatyn, 1809 Rzeszów, 1810 Stanislau, dann Kecskemét, dann Nagy-Körös, 1811 Wien, 1812-13 Rohatyn. 1814-15 Kecskemét, 1815 Gyöngyös, 1821 Lodi, 1822 Alessandria, dann Lodi, 1823 Voghera, dan Cremona, 1824 Gyöngyös. 1833 Wien, 1835 Wels, 1843 Klattau, 1846-48 Saaz, 1849 Klattau, 1849 Cremona, 1851 Brescia, 1852 Padua, 1859 Verona, 1860 Padua, 1861 Pordenone, 1862 Austerlitz, 1863 Wessely. 1865-66 Auspitz, 1866 Rzeszów, 1874 Wien, 1877 Gyöngyös, 1895 Lemberg

Regimentsinhaber:
 

1800 Joseph Anton, Erzherzog, Palatin von Ungarn
1847 Stephan, Erzherzog, Palatin von Ungarn
1849-50 unbesetzt
1850 Franz Gr. Haller v. Hallerkeö, FML, G.d.C.
1875 Ignaz v. Fratricsevics, FML, G.d.C.
1888 Albert Eduard, Prinz von Wales

Regimentskommandanten:
 

1800 Gabriel v. Hertelendy, Oberst
1808 Joseph v. Csanády, Oberst
1809 Alexander v. Illésy, Oberst
1815 Ignaz Gr. Hoditz und Wolframitz, Oberst
1828 Matthias Edelsbacher v. Györök, Oberst
1834 Anton v. Szerelem, Oberst
1844 Adam Gr. Teleky de Szék, Oberst
1848 Joseph Németh v. Domötöry, Oberst
1849 Carl v. Ripp, Oberst
1850 Emerich v. Nagy, Oberst (nicht übernommen, in Ruhestand)
1851 Alexander Frhr. v. Koller, Oberstlieutenant-Oberst
1854 Adalbert Gr. Zichy, Oberst
1858 Roman Gr. Soltyk, Oberst
1864 Friedrich Frhr. v. Marburg, Oberst
1868 Joseph Fürst Windisch-Graetz, Oberst
1876 Constantin Duka v. Dukafalva, Oberst
1880 Franz Gr. Wallis auf Carrighmain, Oberst
1882 Wilhelm Falkosfalva, Oberst
1886 Wilhelm v. Foresti, Oberstlieutenant-Oberst
1889 Stanislaus Ritter v. Kowalski, Oberst
1891 Robert Anderle v. Sylor, Oberst
1896 Georg Jovanovic, Oberst
1899 Johann v. Belnay, Oberstlieutenant-Oberst

 

Feldzüge:
 

1805 in Deutschland stehend, nahmen 2 Divisionen an dem Treffen bei Günzburg teil. Das Reg. entging bei Ulm der Kapitulation indem es sich mit Bravour durchschlug, bei Neresheim ein glänzendes Gefecht gegen die Armee-Abteilung Murats bestand und nach vielen Beschwerden Böhmen erreichte. Eine Division bei der Kapitulation von Memmingen in Kriegsgefangenschaft. Ein Flügel schloß sich an das Korps Jellacicz an und machte im Korps Rohan den Zug durch Tirol mit
1809 im 7. Korps (Erzhrzg.Ferdinand) im Feldzug in Polen, focht es bei Raszyn, Jedlinsko, Gorzyce und Zarnowice
1813 im Korps Klenau in der Schlacht bei Dresden, 3 Eskadronen im Korps des russischen General-lieutenants Thielemann bei Windischj-Laupa, Altenburg und Chemnitz. Später das ganze Reg. bei Penig, Liebertwolkwitz und Leipzig
1814 4 Eskadronen in der leichten Division Liechtenstein
1815 am Ober-Rhein, dann Frankreich, ohne Aktion
1821 Teilnahme an der Unterdrückung des Aufstandes in Piemont
1848 Abteilungen des in Böhmen stationierten Reg. nahmen an der Unterdrückung der Unruhen in Prag teil. Später litt das Reg. sehr durch Desertion der von Emissären verführten Mannschaft, denen es gelang, ganze Abteilungen zum Treuebruch zu verleiten, welche dann mit gesamter Ausrüstung desertierten und nach Ungarn zurückkehrten. Noch im Frühjahr 1849 auf dem Marsch nach Italien entwich eine Abteilung, die jedoch später in der Steiermark wieder aufgefangen wurde
1859 Abteilungen im Gefecht bei Voghera, Montebello, Varese und Castenedolo. Das ganze Reg. in der Schlacht bei Solferino
1866 mit 5 Eskadronen in der Nordarmee in der Schlacht bei Königgrätz und später bei Roketnitz

Adjustierung des Regimentes Nr. 12

                                                 
 
Kopfbedeckung
Tuchsack
Pelz
Dolman
Aufschläge
Hose
Knöpfe/ Oliven
1800
Tschako schwarz
 
kornblumenblau
kornblumenblau
.
kornblumenblau
weiß
1849
Tschako weiß
 
lichtblau
lichtblau
 
lichtblau
weiß
1863
Kutsma
weiß
lichtblau
Attila lichtblau
 
lichtblau
weiß
1868
Kutsma
weiß
lichtblau
Attila lichtblau
 
krapprot
weiß
1873
Tschako weiß
 
licht-blau
Attila lichtblau
 
krapprot
weiß

 

um 1765
1850

Quellen:

  • Obstlt. Alphons Frhr. v. Wrede, Geschichte der K.u.K. Wehrmacht von 1618 bis Ende des XIX Jh. Wien, 1898-1905. 
  • György Ságvári, Das Buch der Husaren, Magyar Könyvklub Verlag, Budapest 1999.
 
Übersicht Regimenter
Übersicht Husaren