Das Husarenregiment 
Wilhelm II. Deutscher Kaiser und König v. Preussen (1888)
Nr 7.

Errichtung:

Errichtet laut Erlass vom 28.04.1798 aus den 3. Majors-Divisionen der Husarenreg. Erzherzog Ferdinand Nr.3, Vécsey Nr.4, Blankenstein Nr.6 und Mészáros Nr.10 als Husarenregiment Nr.7. Aufgestellt zu Veröcze in Slavonien.
 

1860 die aufzulösende 4.Division im Reg. verteilt, 4 Korporale und 20 Husaren an das Freiwilligen- Husarenregiment Nr.2 abgegeben

Ergänzungen:

Anfangs Fünfkirchen, von 1857 auch aus Oedenburg, von 1860-83 aus Kaposvár, 1883-89 Kecskemét und Szolnok. Ab 1889 aus dem Bereich des 4. Korps Budapest
 

Friedensgarnisonen:

1798 Veröcze, dann Wolfsberg in Krain, 1801 Görz dann Troppau, 1802-05 Bochnia, 1806 St.Georgen (Pressburg), dann Mölk, 1807 Wien, 1808-10 Ungarisch-Brod, dann Grosswardein, 1811-12 Békés-Csaba, dann Zloczów, 1814-15 Turin, dann Cremona, 1815 Lambach, 1816 Esseg, 1821 Vukovar, 1830 Cremona, 1839 Mailand, 1844 Vicenza, 1847-48 Padua, 1849 Florenz, 1851 Vicenza, 1853 Mailand, 1857 Graz, 1859 Laibach, danach Lancút, 1862 Brezany, 1864 Tarnopol, 1865-66 Brezany, 1866 Villach dann Wessely, 1868 Wien, 1871 Fünfkirchen, 1876 Sissek, 1876-78 Ruma, 1878 Marburg, 1882 Fünfkirchen, 1887 Kecskemét, 1893 Wien, 1897 Gorosswardein, 1899 Debreczin.
 

Regimentsinhaber:
 

1798-1801 unbesetzt
1801 Johannes Fürst Liechtenstein, FML, FM.
1836 Heinrich LXIV. Fürst Reuss-Köstritz, FML, G.d.C.
1857 Carl Frhr. v. Simbschen, FML
1864 Friedrich Carl, Prinz v. Preussen
1888 Wilhelm, Kronprinz des Deutschen Reiches und Preussen
1888 Wilhelm II. Deutscher Kaiser und König v. Preussen

Zweite Inhaber:
 

1864-70 Carl Frhr. v. Simbschen, FML

 

Regiments Kommandanten:
 

1798 Carl Frhr. v. Schauroth, Oberst
1801 Joseph v. Mesko, Oberst
1807 Franz v. Vlasits, Oberst
1813 Ferdinand Gr. Zichy, Oberst
1823 Felix Gr. Woyna, Oberst
1831 Heinrich Gr. Castiglione, Oberst
1837 Anton, Gr. Feuerstein, Oberst
1840 Friedrich Fürst Liechtenstein, Oberst
1848 Alexander Gr. Török v. Szendrö, Oberst
1849 Tassilo, Gr. Ferstetics de Tolna, Oberstlieutenant- Oberst
1857 Alexander Frhr.Fischer v. Nagy-Szalatnya, Oberst
1859 Albert Gr. Zichy, Oberst
1859 Edmund Gr. Belcredi, Oberst
1865 Christoph Gr. Degenfeld-Schonburg, Oberst
1870 Alexander Rátky de Salamonfa, Oberst
1877 Carl Frhr. v Mecséry de Tsóor, Oberst
1883 Hermann, Edler v.Pokorny, Oberst
1889 Joseph Benkeö de Kezdy-Sárfalva, Oberstlieutenant-Oberst
1894 Adolph Ströhr, Oberst
1899 Carl, Frhr. v. Leonhardi, Oberstlieutenant-Oberst

Feldzüge:
 

1799 focht das Reg. mit Auszeichnung bei Verona, Magnano, Trezzo, später in Piemont bei Rivoli. Bei der Blockade von Mantua wehrte eine Eskadron einen feindlichen Ausfall ab (8. Mai)
1800 im Piemont verblieben focht das Reg. bei Pozzolo-Valeggio (Schlacht am Mincio)
1801 an Rückzugsgefechten bei Colognola teilgenommen
1805 im Korps Kienmayer am Inn, anfänglich beim Rückzug bis Vöcklabrück, dann als selbständige Kolonne von Oberst Mesko geführt durch den Pyhrn-Pass in das obere Enns-Tal einige Gefechte glücklich überstanden. Später bei Marburg mit den Truppen des FML Chasteler vereinigt
1809 im Korps Hiller in Deutschland zeichnete sich eine Division bei Haag und Landshut aus. Im Mai dann in Wien eingerückt bestand eine Division ein

glänzendes Gefecht auf dem Glacis zwischen Burg- und Kärntner-Tor gegen eine überlegene feindliche Abteilung. Bei Aspern und Wagram weinig im Einsatz, dann in Rückzugsgefechten bei Korneuburg und Hollabrunn

1812 im Oktober als Verstärkung des Korps Schwarzenberg, focht das Reg. bei Wysoko-Litowsk und Izabelin, Abteilungen zeichneten sich bei Mokrany aus wo sie den Russen große Verluste zufügten und viele Munitionswagen erbeuteten
1813 stand das Reg. an der böhmisch-sächsischen Grenze, kämpfte bei Böhmisch-Leipa, Niemes, Rumburg und Stolpen und zeichnete sich bei der Recognoscierung des Brückenkopfes von Pirna aus. Später bei der Reichsarmee kämpfte das Reg. bei Leipzig, 2 Eskadronen mit Auszeichnung bei Weimar
1814 bei den aus Genf in Südfrankreich operierenden Truppen fochten Abteilungen an verschiedenen Orten
1815 an dem Feldzug gegen Murat teilgenommen, focht das Reg. bei Ronco und Pesaro. Drei Divisionen rückten bis Neapel vor. Die Veliten-Division war in Mailand zurückgeblieben
1831 Abteilungen nahmen an der Unterdrückung der Aufstände in der Romagna und Gefechten bei Secchia und Rimini teil
1848 in Italien, bei Gefechten bei Sona und Volta. Eine Division in Parma und wurde nach Fiume überschifft. Eine andere bei den Besatzungstruppen von Mantua. Die Divisionen vereinigten sich dann in Mailand
1849 Divisionsweise einzelnen Brigaden zugeteilt kämpfte das Reg. bei Mortara und Novara, nahm an der Expedition in die Toscana teil und kämpfte auch gegen die Schaaren Garibaldis
1859 auf Küstenbewachung zwischen Isonzo und Tagliamento
1866 im 4. Korps der Nordarmee fochten 4 Eskadronen bei Schweinschädel und Königgrätz, eine Eskadron bei den Besatzungstruppen von Olmütz
1878 bei der Okkupation von Bosnien eingeteilt. Die 5. Eskadron geriet bei Maglaj in einen Hinterhalt und erlitt große Verluste. Abteilungen fochten bei Dolnja-Tuzla und Gracanica sowie Bandin-Odjak

Adjustierung des Reg. Nr. 7


 
Kopfbedeckung
Tuchsack
Pelz
Dolman
Aufschläge
Hose
Knöpfe/ Oliven
1798
Tschako grasgrün
 
licht-blau
lichtblau
 
licht-blaut
weiß
1849
Tschako grasgrün
 
lichtblau
lichtblau
 
lichtblau
weiß
1863
Kutsma
grasgrün
licht-blau
licht-blau
 
lichtblau
weiß
1868
Kutsma
lichtblau
licht - blau
Attila in licht-blau
.
krapprot
weiß
1873
Tschako lichtblau
 
licht-blau
Attila in licht-blau
 
krapprot
weiß

 
 
um 1840 
Die Kopfbedeckung rechts ist ein Tschako mit Überzug (in Regimentsfarbe). Der Federbusch war abnehmbar und wurde in einem besonderen Futteral aufbewahrt.

Quellen:

  • Obstlt. Alphons Frhr. v. Wrede, Geschichte der K.u.K. Wehrmacht von 1618 bis Ende des XIX Jh. Wien, 1898-1905
  • György Ságvári, Das Buch der Husaren, Magyar Könyvklub Verlag, Budapest 1999
 
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