10.*
Böhmisches Dragoner-Regiment 
(1888) Liechtenstein, Johannes Joseph Fürst von, FM
(+ zu Wien am 20. 04. 1836)
 Das Regiment hat diesen Namen auf immerwährende Zeit zu führen

* - Als Dragoner Reg. Nr. 10 gab es 1798-1821 das spätere Ulanen Reg. Nr. 8, von 1671-1873 das spätere Husaren Reg. Nr. 15
Dieses Regiment war das älteste Dragonerregiment, das 287 Jahre - bis zum Ende der Monarchie 1918 - bestand und das zweitälteste in der gesamten Kavallerie.

 

Errichtung und Veränderungen.

1631 durch Obrist Illow** geworben (anfänglich eine, dann 5 Dragoner Kompanien), 

1634 auf ein Dragoner Reg. von 10 Kompanien gebracht, 1649 auf 4 Kompanien reduziert, durch Inkorporierung einiger Kompanien der aufgelösten Regimenter Gallas und Paconchay auf 8 Kompanien komplettiert

 
 
1657
sechs neugeworbene Kompanien an das neu aufgestellte Reg. Flettinger abgegeben, 1679 die aufgelösten Regimenter  Trauttmansdorff und Chavagnac inkorporiert
1682
200 Mann an das neu aufgestellte Reg. Julius Savoyen (1691 aufgelöst) abgegeben
1683
100 Mann an das neu errichtete Dragoner Reg. Herbeville (1801 aufgelöst) abgegeben
1700
Teile des aufgelösten Dragoner Reg. Uhlefeld, 1721 eine Kompanie von Battée Dragonern inkorporiert
1731
Teile der 1727 aufgestellten Auctions Kompanie an die Dragoner Regimenter Westerloo und Sachsen-Gotha (später Dragoner Nr. 14 und Ulanen Nr.8) abgegeben
1768
die Grenadier Kompanie an das neu aufgestellte 1. Carabinier-Reg. (später Dragoner Nr. 3) abgegeben, dagegen eine Eskadron des aufgelösten Dragoner Reg. Althann übernommen
1769
erhielt das Reg. in der ganzen Kavallerie die Rangnummer 7
1775
wurde das Reg. in ein Chevauxlegers Regiment umgewandelt
1787
erhielt es als Stamm zur Bildung einer Ulanen Division eine Eskadron von der dem Reg. Lobkowitz (später Ulanen Nr. 8) zugeteilten Ulanen Division, 1790 diese Division an das neu gebildete Ulanen Reg. (Nr. 1) abgegeben
1798
wurde das Reg. in ein Dragoner Reg. (leichtes) umgewandelt und führte als solches die Nr. 12
1801
(1802) erneut Chevauxlegers Reg. mit der Nr. 5, die Majors Division des aufgelösten Dragoner Reg. Coburg Nr. 6 übernommen
1851
wurde das Reg. in ein Ulanen Reg. mit der Nr. 9 umgewandelt
1873
wurde es wieder ein Dragoner Reg. und erhielt die durch Umwandlung des bisherigen 10. Dragoner Reg. in ein Husaren Reg. die leer gewordene Nummer desselben

** Obrist Christian Illow war einer der dem Generalissimus Albrecht, Herzog von Waldstein treu gebliebenen Offiziere, die mit ihm am 25. 2. 1634 in Eger ermordet wurden
 

Ergänzungen:

Von 1781 erhielt das Reg. seine Rekruten aus Böhmen, von 1853 speziell aus den Werbebezirken des IR Nr. 21 (Chrudim). 1857 wurde es mit der Ergänzung an die Lombardie überwiesen, Ergänzungsbezirke der IR Nr. 44 und 55 (Mailand, Monza). 

Von 1860 ergänzt es sich aus Galizien, Bezirke Nr. 24, 55, 58 (Kolomea, Brzezany, Stanislaus), 1867 Bezirke Nr. 15 und 24 (Tarnopol, Kolomea), 1868 aus Nr. 15 und 55 (Tarnopol, Brzezany), 1875 - 83 aus Nr. 15 allein, 1883-89 nur aus jenem von Nr. 95 (Czortków).1889 wurde es mit der Ergänzung an den Bereich des 11. Korps (Militär-Territorial-Bezirk Lemberg) gewiesen. 

Seit 1893 rekrutierte sich das Reg. wieder aus Böhmen, Bereich des 8. Korps(Militär- Territorial-Bezirk Prag). 
 

Friedensgarnisonen:

1649 Böhmen, 1652-57 Ungarn, 1658 Böhmen, und Schlesien, 1660-63 Kalló, 1665 Caslau, 1667 Inner-Österreich, 1671- 75 Kaschau,- Neutra, 1678 Ober - Ungarn, 1682-83 Schlesien, 1698-1703 Siebenbürgen, 1711 Güns, 1712-13 Pressburg, 1714-15 Steiermark, 1718 im Jazygier Komitat, 1719 Linz, 1726 Böhmen und Mähren, 1730 Lombardie, 1733 Böhmen, 1736-37 und 1739 Pressburg, 1748 Oedenburg, 1751 Neutra, 1753-56 Bidsów - Königgrätz, 1763 Neutra, 1766 im Barser - 1769 im Somogyer - und Veszprémer, 1773 im Baranyaer Komitat, 1775-78 Zydaczów, 1779 Pécsvár, 1781 Battakész, 1782 Pécsvár, 1783 Warasdin, 1784- 88 Pécsvár, 1790 Wien, 1791-92 Mährisch-Ostrau, 1797 Brüx, 1798-99 Aurolzmünster, 1801-05 Saaz, 1806 Pardubitz, 1807 Gabel, 1808-09 Pardubitz, 1810-13 Saaz, 1814-15 Saaz - Gabel, 1815 Saaz, 1818 Wien, 1820 Alt Arad, 1821 Pécsvár, dann Alessandria, 1822 Casale, dann Vicenza, 1823 Ujpécs, 1831 Esseg, 1836 Troppau, 1841 Wien, 1843-48 Wels, 1849 Lemberg, 1851 Laúcut, 1852 Podgorze, 1855 Graz, 1857 Keszthely, 1859 Parendorf, 1860-66 Maria-Theresiopel, 1866 Mediasch, 1871 Czegléd, 1876 Moór 1877 Stuhlweissenburg, 1879 Przemysl, 1882 Tarnopol, 1898 Olmütz 

Regiments - Inhaber
 

1631
Christian, Reichsfreiherr von Illow, GFWM, FM
1634
Michael D´Espaigne, Obrist
1640
Johann (1650 Frhr.) De la Corona (Von der Cron) Obrist, GFWM
1653
Peter de Buschiere, Obrist
1661
Jakob Frhr. von Gérard (Gerhard), Obrist, GFWM
1676
Johann Valentin Graf Schulz (Schultz) GFWM, G.d.C.
1686
Johann Jakob Graf Kissel, Obrist
1689
Johann Ludwig Graf Rabutin de Bussy, GFWM, FM
1716
Amadeus Graf Rabutin de Bussy, Obrist, GFWM
1727
Joseph Peter Waderborn (Watterborn) von Dundy, GFWM
1731
Carl Joseph Fürst Batthyányi, Obrist, FM
1773
Joseph Graf Kinsky von Kninitz und Tettau, FML, FM
1775
Chevauxlegers Regiment
1798
Dragoner Regiment Nr. 12
1802
Chevauxlegers Regiment Nr. 5
1804
Johann Graf Klenau, Frhr. von Janowitz, FML, G.d.C.
1819-22
unbesetzt
1822
Andreas von Schneller, FML, G.d.C.
1840
Carl Fürst Liechtenstein, GM, G.d.C.
1851
Ulanen Regiment Nr. 9
1865
Alexander Graf Mensdorff -Pouilly (1869 Fürst Dietrichstein, Graf von - ) FML, G.d.C
1871-95
Wilhelm Fürst von Montenuovo, G.d.C.
1873
Dragoner Regiment Nr. 10
1888
führt das Regiment den Namen "Liechtenstein"

Regiments Kommandanten:
 

1634
der Inhaber, Obrist d´Espaigne
1637
Rollinger, Obristlieutenant
1640
der Inhaber, Obrist De la Corona
1646
Horatio, Graf Strassoldo, Obristlieutenant
1647
Georg Heinrich Graf Gutwein, Obristlieutenant
1648
Jakob Flettinger, Obristlieutenant
1650
Peter de Buschiere, Obristlieutenant
1653
derselbe als Obrist - Inhaber
1661
der Inhaber Obrist Gérard
1663
Hagen, Obristlieutenant
1666
Sohir, Obristlieutenant
1676
Sigmund Gersdorf, Obristlieutenant
1684
Graf Schulz (Sulz) Obristlieutenant
1686
der Inhaber Obrist Kissel
1689
Franz Graf Orlik, Obristlieutenant
1690
Leo Graf Uhlefeld, Obristlieutenant
1696
Ludwig Ferdinand Gräven (Graven) Obristlieutenant - Obrist
1707
Acton von Treuenfeld, Obristlieutenant - Obrist
1716
der Inhaber Obrist Graf Rabutin
1723
Du Mesnil, Obristlieutenant - Obrist
1730
Franz von Dufort, Obrist
1738
Graf Schellard, Obrist
1740
Ignaz Frhr. von Bechinie, Obrist
1744
Christoph Franz Graf Schallenberg, Obrist
1755
Andreas Graf Vitzthum, Obrist
1759
Heinrich von Hartenberg, Oberst
1767
Alexander Graf Erdödy, Oberst
1771
Johann Graf Saurau, Oberst
1772
Ferdinand Joseph Graf Harrach, Oberst
1779
Lothar Frhr. von Bubenhofen, Oberst
1790
Johannes Fürst zu Liechtenstein, Oberst
1794
Joseph von Stipsicz, Oberst
1797
Albert Stahel, Oberst
1801
Carl Graf Kinsky, Oberst
1806
Joseph von Mayer, Oberst
1809
Raban Frhr. von Spiegel, Oberst
1812
Johann von Kopp, Oberst
1820
Paul Frhr. von Wernhardt, Oberst
1826
Dominik Graf Stürgkh, Oberst
1832
Alois Chevalier Rossi, Oberst
1836
Joseph Fürst Lobkowitz, Oberst
1844
Carl Graf Cavriani, Oberst
1849
Friedrich Graf Zedtwitz, Oberst
1849
Alexander Graf Mensdorff - Pouilly, Oberst
1850
Franz Frhr. von Roden, Oberst
1858
Carl Frhr. von Boxberg, Oberst
1862
Alexander Karst von Karstenwerth, Oberst
1867
Victor Prinz Rohan, Oberst
1874
Edmund von Krieghammer, Oberst
1877
Franz Holbein von Holbeinsberg, Oberstlieutenant-  Oberst
1878
Daniel Ehnl, Oberst
1883
Guido Wachter, Oberstlieutenant - Oberst
1886
Joseph Ritter von Zalesky, Oberstlieutenant - Oberst
1892
Franz Edler von Remiz, Oberst
1893
Anton Helff, Oberst
1897
Artemont Weiss von Weissenfeld, Oberstlieutenant - Oberst
1900
Oscar Wittmann, Oberst

Feldzüge:

Dragoner - Regiment


1632-33
standen die Illow´schen Kompanien in Böhmen, später in Schlesien, ohne an einer größeren Aktion teilzunehmen
1634
kämpfte das Reg. bei Liegnitz
1635
rückte es zur Armee unter Gallas an den Rhein (Lothringen)
1636
stand es in Pommern und diente von
1637
an durch mehrere Jahre zumeist in Schlesien, ohne an den Operationen der Hauptarmee teilzunehmen
1642
war es im Treffen bei Schweidnitz, später, zur Hauptarmee gezogen, in der Schlacht bei Breitenfeld
1643
vorübergehend in Franken verwendet, kam es wieder nach Schlesien, ohne Gefecht
1644
Blockade von Glogau, dann beim Zug nach Norddeutschland unter Gallas
1645
an der Verteidigung von Pilsen und Pardubitz beteiligt, bei letzterer Graf Strassoldo sich auszeichnete
1646
stand das Reg. in Böhmen
1647
bei der Einnahme der Königswarter Schanzen, wobei sich der Inhaber La Corona auszeichnete
1648
bei der Verteidigung von Eger
1653
in Ungarn, bestand eine Abteilung ein glückliches Scharmützel bei Levencz gegen die Türken, welche wiederholte Raubzüge auf kaiserliches Gebiet unternommen hatten
1657
zur Deckung der Grenzen teils in Schlesien, teils in Ober Ungarn
1661-62
nahm das Reg. am Zuge Montecuccolis nach Siebenbürgen teil, eine Kompanie unter Hptm. Sohir später an der Verteidigung von Klausenburg. Ein aus verschiedenen Regimentern zusammengesetztes Streif - Korps unter dem Inhaber Obrist Gérard dem Fürsten Keményi zugeteil,t erlitt in der Schlacht bei Schässburg (Segesvár) große Verluste
1663
standen 5 Kompanien unter Obristlieutenant Hagen in der Verteidigung von Neuhäusel, ein Detachement unter Ltn. Müller in jener von Freistadtl
1664
focht das Reg. in der Schlacht bei St. Gotthard (Mogersdorf)
1671-72
einzelne Abteilungen des in Ungarn stationierten Reg. nahmen an kleineren Unternehmungen gegen die Malcontenten teil
1675
rückten 5 Kompanien im Korps des General Cob (Auxiliar Korps für Brandenburg) nach Pommern und fochten
1676
vor Anslarn und Demmin
1677
war dieses Korps dem König von Dänemark gegen Schweden überlassen und standen die 5 Kompanien bei der Einnahme der Insel Rügen
1678
wieder in Ober Ungarn beteiligte sich das Reg. an einigen Aktionen gegen die Kuruzen, so Verteidigung von Eperjes (Presov) u. A.
1682
standen 5 Kompanien in Schlesien, 5 an der Waag
1683
im Korps seines Inhabers zeichnete sich das Reg. im Gefecht bei Pressburg aus und focht dann in der Entsatzschlacht vor Wien, endlich bei Párkány
1684
in der Hauptarmee bei der Belagerung von Ofen, Gefecht bei Szent Endre
1685
wieder im Korps seines Inhabers in Ober Ungarn, bei der Einnahme von Eperjes und der Belagerung von Kaschau
1686
im Gefecht bei Szent Jobb, dann bei der Belagerung und Einnahme von Ofen
1687
in der Hauptareme, focht das Reg. am Berg Harsány und machte dann die Operation an der Drau mit
1688
bei der Einnahme von Titel und Belagerung von Belgrad
1689
Zug nach Serbien, in den Schlachten bei Batocina und Nissa. Obristlieutenant Graf Orlik sich in diesen Aktionen sowie im Gefecht bei Csatád und der Eroberung von Widdin ausgezeichnet
1690
stand das Reg. in Siebenbürgen und focht im Treffen bei Kronstadt (Tohány)
1691
focht das Reg. bei Szlankamen und stand später in Slawonien
1692
bei der Blockade von Grosswardein, später an der Save
1693
in der Hauptarmee bei der Belagerung von Belgrad
1694-5
in derselben, Operationen an der unteren Donau
1696
Zug gegen Temesvár
1697
rückte das Reg. unter seinem Inhaber nach Ungarn, focht bei Zenta, ein Detachement bei der Einnahme von Uj-Palánka
1698
in Siebenbürgen verbleiben
1703
in Siebenbürgen
1704
zeichnete sich das Reg. bei Pata aus und war bei der Verproviantierung von Kronstadt (Gefecht bei Sárkány)
1705
nahm es an der Verteidigung von Hermannstadt (Durchbruch der Blockade) teil 
1706
im Korps seines Inhabers den Zug nach Ober Ungarn mitgemacht 
(vergebliche Belagerung von Kaschau). Das in Siebenbürgen zurückgebliebene Detachement nahm 1707 an den Gefechten bei Déva, Klausenburg, dem Entsatz von Hermannstadt und den Gefechten bei Székely -Kocsárd und Mühlenbach teil
1707
nicht in Aktion
1708
wieder in Siebenbürgen, Einnahme von Görgény durch Obrist Acton, Entsatz von Klausenburg, Gefecht bei Karika
1709
focht das Reg. bei Mühlenbach, Püspöki und am Királyhágó (Verproviantierung von Grosswardein), wieder in Siebenbürgen
1710
eine Abt. unter Obristlieutenant Graf Rabutin (Sohn des Inhabers) überfiel Szilágy- Somlyó
1716
focht das Reg. bei Peterwardein und Temesvár
1717
focht das Reg. mit Auszeichnung bei Belgrad
1734
aus Schlesien an den Rhein gerückt kam das Reg. in die Hauptarmee, jedoch ohne Aktion, desgleichen 1735
1737
in der Hauptarmee bei der Einnahme von Nissa und der Belagerung von Widdin
1738
focht es mit Auszeichnung bei Kornia
1739
in der Schlacht bei Grocka und Treffen bei Pancsova
1741
bei der Armee in Schlesien, Gefecht bei Ottmachau und Schlacht bei Mollwitz
1742
in der Schlacht bei Caslau, dann bei der Belagerung von Prag
1743
stand das Reg. in Bayern, Einnahme der Verschanzungen bei Deggendorf, dann rückte es an den Rhein und nahm an dortigen Operationen teil
1744
am Rhein, dann im Korps seines Inhabers in Bayern
1745
zeichnete sich das Reg. im Gefecht bei Pfaffenhofen aus, wo ein Teil der Dragoner absaß, das Tor erstürmte und unter den Ersten in die Stadt eindrang. Später in der Armee des FM Traun am Main
1746
auf dem Kriegsschauplatz in den Niederlanden, nahm an der Schlacht von Rocour teil
1747
in der Schlacht bei Lawfeld
1756
im Korps Piccolomini in Böhmen, bestanden Abteilungen kleinere Gefechte (Jassena, Reichenau). Die Grenadierkompanie unter Hptm. Graf Erdödy nahm an der Schlacht bei Lobositz teil
1757
kämpften 4 Kompanien bei Reichenberg, das Regiment mit bedeutenden Verlusten bei Prag, dann bei Breslau und deckte bei Leuthen den Rückzuge des linken Flügels, wobei es abermals große Verluste erlitt
1758
in der Schlacht bei Hochkirch, dann Belagerung von Breslau
1759
trat das Reg. in den Verband der Hauptarmee
1760
focht es dann beim Entsatz von Dresden, im Gefecht bei Kunzendorf, wo sich die Grenadiere auszeichneten, das ganze Reg. dann bei Torgau 
1761
stand das Reg. auf Cordon im Erzgebirge
1762
nahm es an dem Gefecht bei Teplitz und der Schlacht bei Freiburg teil
1778-9
bei der Hauptarmee in Böhmen, kleinere Abteilungen in Patrouillen Gefechten (so bei Rumburg)
1788
an der Belagerung und Einnahme von Dubica, dem Gefecht bei Begevstan, später an der Erstürmung von Novi teilgenommen. Die Ulanen Division, in der Hauptarmee eingeteilt, war in dem Gefecht bei Bezanja
1789
standen 2 Divisionen vorübergehend bei der Belagerung von Berbir, später mit den anderen 2 an der Save
1790
die Ulanen Div. sowie 2 andere auf Cordon an der Unna, eine Division bei der Belagerung und Erstürmung von Cetin
1792
in das Korps Hohenlohe am Rhein eingeteilt, nahmen Abteilungen an den Operationen in der Champagne teil und kamen später in das Luxemburgische
1793
focht das Reg. bei St. Croix (Arlon). In dem zweiten Gefecht bei Arlon hielten sich 4 Eskadronen mit Standhaftigkeit gegen mehrfache Angriffe überlegener feindlicher Kräfte. Im Treffen bei Avesnes-le- Sec zeichnete sich das Reg. unter seinem Kommandanten Fürst J. Liechtenstein besonders aus (Frontal-Angriff auf ein aus 5 Bataillonen bestehendes Kareé). Abteilungen nahmen noch an der Einnahme der Verschanzungen bei Merbes-le-Chateau und dem Gefecht bei Berlaimont teil
1794
nahm das Reg. an der Belagerung von Landrecies (Schlacht bei le-Cateau) dem Gefecht bei Cense-du-Fagnel und Erquelinnes, den Schlachten von Charleroi und Fleurus ehrenvoll Anteil
1795
zeichnete sich das Reg. bei der Eroberung des Lagers von Mannheim aus und nahm im Dezember an den Gefechten bei Schopp, Landstuhl und Trippstadt teil
1796
nahmen 4 Eskadronen an dem Treffen bei Wetzlar, 2 Eskadronen bei jenem von Kircheip teil. Einzelnen Abt. fochten bei Malsch und Rothensohl, dann bei Stuttgart, Cannstadt, Aalen, Heidenheim, Bopfingen und Kirchheim. Das Reg. kämpfte bei Teining, Neumarkt, Amberg, Forchheim und mit Auszeichnung bei Würzburg. Teile des Reg. noch bei Aschaffenburg, Hanau, Kron-Weissenburg, endlich eine Eskadron in der Schlacht bei Emmendingen.
1797
bei der Armee am Rhein, ohne Aktion
1799
bei der Armee in Deutschland eingeteilt, focht das Reg. bei Ostrach, Stockach, erlitt bei Frauenfeld große Verluste und kämpften anschließend einzelne Abteilungen bei Winterthur und der 1. Schlacht von Zürich, mit Auszeichnung bei Neckarau - Mannheim
1800
focht das Reg. bei Engen, Möskirch, Biberach, an der Iller, bei Neresheim und Neuburg sowie später bei Hohenlinden, wo Rittmeister Tettenborn mit Aufopferung den Rückzug deckte. Auf dem weiteren Rückzug kämpfte das Reg. bei Rosenhain. In dem Gefecht bei Viehhausen (Wals) schlug sich die Oberst Division durch eine kühne Attacke durch die feindliche Übermacht.
Das Reg. dann noch im Gefecht bei Schwandorf und Kremsmünster
1805
standen 4 Eskadronen bei der Hauptarmee in Deutschland und schlossen sich nach der Kapitulation von Ulm dem Korps des Erzherzog Ferdinand an und kamen in Nachhutgefechten in Aktion.
Bei dieser Gelegenheit zeichnete sich Rittmeister Tettenborn besonders aus, welcher nach einem Gefecht bei Waldmünchen, mit seiner Eskadron von der Haupttruppe abgedrängt, den Landsturm im westlichen Böhmen aufbot und durch Abteilungen desselben verstärkt den bedeutend überlegenen Feind angriff und von der weiteren Verfolgung abhielt. 

Die übrigen 4 Eskadronen standen im Korps Jellacic in Vorarlberg, entzogen sich durch einen kühnen Nachtmarsch der Kapitulation von Bregenz und gelangten glücklich nach Böhmen

1809
im 4. Korps (Rosenberg) in Deutschland, focht das Reg. mit Auszeichnung, aber bedeutenden Verlusten bei Regensburg, dann bei Aspern, Wagram und Znaim.
1813
erneut auf dem Kriegsschauplatz in Deutschland, focht das Reg. bei Dresden, Naumburg, Leipzig und Hochheim. Die Oberstlieutenants- 1. Eskadron war dem russischen Korps Platoff zugeteilt und zeichnete sich unter Rittmeister Puchner in mehreren Unternehmungen des kleinen Krieges aus, so bei Altenburg, Zeitz und Chemnitz
1814
nahm das Reg. an dem Treffen bei Bar-sur-Aube, der Schlacht bei Brienne teil, erlitt bei Troyes große Verluste und kämpfte noch bei Bar-sur-Seine, Arcis-sur-Aube und Vitry
1815
bei der Armee in Frankreich, bestand das Reg. einige kleine Vorpostengefechte in der Nähe von Belfort
1821
war das Reg. nach Piemont gerückt, ohne Aktion
1848
4 Eskadronen bei der Hauptarmee in Italien, kamen aber während des ganzen Feldzuges nicht in Aktion. Eine Eskadron blieb in Vorarlberg zur Beobachtung der Schweizer Grenze, die übrigen 3 waren in Süd Tirol und gelangten, teils den einzelnen Infanterie Brigaden, teils Streif Kommandos zugeteilt, zur Verwendung. Streifzüge in die Val Sugana, die Val Arsa und das Val di Ledro, dann in den Gefechten bei Spiazzi und Rivoli, später standen diese Eskadronen bei der Zernierung von Peschiera
1849
nur Abteilungen bei der Unterdrückung des Aufstandes in Brescia ins Gefecht gekommen. Das Reg. kam später nach Ungarn, focht bei Zsigárd, Nyárasd, Pered, zeichnete sich in der 1. Schlacht bei Komorn (Àcs) durch Wegnahme einer feindlichen Batterie aus und kämpfte gleichfalls mit Bravour in der 2. Schlacht von Komorn (Puszta - Herkály). Mit erneuter Auszeichnung nahm das Reg. an der Schlacht von Szöreg teil, wo die Oberstlieutenants Division eine hart bedrängte Batterie rettete, focht dann noch bei Temesvár und Teregova
1866
war das Reg. bei der Nordarmee. 3 Eskadronen nahmen im Verband des 10 Korps an dem Treffen bei Trautenau und den Gefechten bei Neu Rognitz und Königinhof teil und fochten mit den 2 übrigen Eskadronen, die dem 3. Korps zugeteilt waren, bei Königgrätz. Die erstgenannten Abteilungen waren dann noch in dem Treffen bei Blumenau

Adjustierung des Regimentes
Als Dragonerregiment
 
1738: blauer Rock, rote Aufschläge 
1757: dunkelblauer Rock und Hosen, ponceaurote Aufschläge 
1765: roter Rock, hellblaue Egalisierung, weiße Hosen, gelbe Knöpfe 
1767: weißer Rock, hellblaue Egalisierung, weiße Hosen, gelbe Knöpfe 

Chevauxlegers Regiment

1775: weißer Rock, hellblaue Egalisierung, weiße Hosen, gelbe Knöpfe 

Dragonerregiment Nr. 12

1798: dunkelgrüner Rock, hellblaue Egalisierung, weiße Hosen, gelbe Knöpfe 

Chevauxlegers Regiment Nr. 5 

1802: weißer Rock, lichtblaue Egalisierung, weiße Hosen, gelbe Knöpfe 

1850: dunkelgrüner Waffenrock und Pantalons, bleichrote Egalisierung, gelbe Knöpfe (nicht durchgeführt, da das Reg. 1851 zu Ulanen umgewandelt wurde) 

Ulanenregiment Nr. 9

1851: weiße Czapka, dunkelgrüne Kurtka und Pantalons, scharlachrote Egalisierung, weiße Knöpfe 

1865: weiße Tatarka (Conföderatka), lichtblaue Ulanka und Pantalons, krapprote Egalisierung, weiße Knöpfe 
1868: weiße Tatarka, lichtblaue Ulanka, krapprote Egalisierung, krapprote Stiefelhose, weiße Knöpfe 

Dragonerregiment Nr. 10

1873: lichtblauer Waffenrock, schwefelgelbe Egalisierung, krapprote Stiefelhosen, gelbe  Knöpfe

 Links Ulanenoffizier 1851, Mitte Chevauxleger 1775,
rechts Gernadier 1757 Reg. Batthyanyi

Quellen:

  • Obstlt. Alphons Frhr. v. Wrede, Geschichte der K.u.K. Wehrmacht von 1618 bis Ende des XIX. Jahrhunderts
  • L. und F. Funcken, Historische Uniformen, ORBIS Verlag, 2000
  • Osprey Military, Heft Nr. 181, 271, 329, Reprint 1999
 
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