8.* Böhmisches Dragoner-Regiment
(1888) Montecuccoli, Fürst und Reichsgraf Raimund
General - Lieutenant und FM
(+ zu Linz den 16. Oktober 1681)
(Das Regiment hat diesen Namen auf immerwährende Zeit zu führen)

* Als Dragoner Reg. Nr. 8 gab es 1798-1801 das spätere Dragoner Reg. Nr. 11, von 1854 bis 1860 das aufgelöste Dragoner Reg. Erbgroßherzog von Toscana.
  
Dieses Regiment war das älteste reguläre Reiterregiment der k. k. Kavallerie, das 299 Jahre - bis zum Ende der Monarchie 1918 - bestand. 
Im Jahre 1619 wollten die österreichischen protestantischen Stände mit den Böhmen gemeinsame Sache machen und bedrohten Kaiser Ferdinand II in der Wiener Kaiserburg. Als die Nachricht über diese Vorkommnisse zu dem in Krems stehenden Regiment durchdrangen, brachen 5 Kompanien des Regiments unter dem Arsenal -  Hauptmann St. Hilaire nach Wien auf. Auf Donau - Tschaiken eingeschifft, kamen sie am 5. Juni 1619 in Wien an und drangen durch das Fischertor in die Residenz ein um den Kaiser aus seiner Not zu retten. 
Für seine Treue und Tapferkeit erhielt das Regiment von Kaiser Ferdinand II. nachstehende Privilegien, die von Kaiser Franz I. bei Gelegenheit der im Jahre 1810 stattgefundenen Säkularfeier bestätigt wurden: 

"Das Regiment darf in Dienstfällen unter Trompetenschall und mit fliegenden Estandarten durch die k- k. Hofburg und in die Reichshaupt - und Residenzstadt Wien marschieren, auch auf dem kaiserlichen Hofburgplatze (Franzensplatze) sich aufstellen und durch drei Tage allda für die freie Werbung den Werbetisch aufschlagen. Von dem Regimente wird dann vor der dem Regiments Kommandanten in der Hofburg pro-forma einzuräumenden Wohnung wohin die Regiments Estandarten zu bringen sind die Wache bezogen und dem jeweiligen Regiments Kommandanten ist bei solcher Gelegenheit gestattet, unangemeldet in voller Rüstung vor Sr. Majestät dem Kaiser zu erscheinen.

Das Regiment hat auch die Versicherung, niemals reduciert oder aufgelöste zu werden, so lange es fortfahren wird, den bisherigen Ruhm zu behaupten und endlich die Auszeichnung, dass kein Mann des Regimentes wegen Verbrechen, worauf die Todesstrafe gesetzt ist, in demselben hingerichtet, sondern in solchen Fällen der Schuldige zur Vollziehung solcher Strafe jederzeit zu einem anderen Regimente abgegeben werde."
Errichtung und Veränderungen.

1619 laut kaiserlicher Bestallung vom 16. März auf den Sold des Großherzog Cosmos II. von Medici, 500 Mann stark geworben (hiervon 300 Mann als Arkebusiere in den Niederlanden, 200 Mann als Kürassiere in den kaiserlichen Erblanden). 

Dieses Regiment trat unter dem Namen "Florentinische Reiter" in kaiserliche Dienst und wurde GFWM Dampierre, welcher bereits seit 1616 Inhaber und Kommandant eines Arkebusier Regimentes war, als Inhaber über dieses neue Regiment bestellt; 1621 wurde es ganz in kaiserlichen Dienst übernommen 
 
 
 

1622
wurde das Reg. aufgelöst und verblieben nur die 2 Kompanien des Obristen Strozzi und Rittmeister Piccolomoni als "einschichtige Kompanien" auf dem Fuße
1624
wurde aus diesen, dann 2 einschichtigen Kompanien, welche dem 1620 aufgelösten älteren Dampierr`schen Arkebusier Regiment entstammten, endlich den einschichtigen Kompanien Rothal und Schlichting ein neues Arkebusier Regiment formiert, über welches der früher genannte Obrist Strozzi als Obrist bestellt wurde. 
1626
wurde es in ein Kürassier Regiment umgewandelt
1628
wurde das Reg. vorübergehend auf 3 Kompanien reduziert, 1631 jedoch auf 10 Kompanien komplettiert, 1636/37 wurde es - mittlerweile im Stande sehr heruntergekommen - durch Inkorporierung des reformierten Regiments Ratkay auf 8 Kompanien gebracht
1642
das Reg. Winz inkorporiert, dagegen 4 alte Kompanien in die übrigen reformiert, 1644 das Reg. Schönkirchen ("die Schönkirch´schen Völker) untergestoßen
1649-
1650
von 8 Kompanien in 6 reduziert, dagegen einige Kompanien des aufgelösten Reg. Königsegg und eine Kompanie von Schaff inkorporiert
1655
wurde eine Kompanie an das für den Dienst in Italien (spanischer Sold) formierte Reg. Capell, 1652 zwei Kompanien zur Errichtung des Reg. Schneidau, 1657 zwei Kompanien zu jener des Reg. Ratschin abgegeben. Dagegen vermehrte sich das Reg. durch Neuwerbung um 4 Kürassier - und eine Dragoner Kompanie (diese Komp. wurde jedoch bald wieder aufgelöst)
1660
eine Kompanie des aufgelösten Reg. Matthey, 1664 zwei in Schlesien geworbene Kompanien inkorporiert
1679
wurde das Reg. im Februar von 12 in 6 Kompanien reduziert und hiervon je drei in die Regimenter Kaunitz und Hallewyl untergestoßen. Das letztere wurde jedoch gleichfalls noch 1679 aufgelöst und gemeinsam mit dem Reg. Gondola in die Regimenter Mercy, Taaffe und Churprinz eingeteilt
1683
wurden 5 Kompanien des Reg. Mercy, unter welchen sich jedenfalls eine oder die andere ehemals Bournenvill`sche befunden haben muss, als Stamm zur Bildung eines neue Regiments für Obrist Dupigny abgegeben, welches durch Neuwerbung auf 10 Kompanien komplettiert, die Tradition des Reg. Bournenville bzw. der alten Dampierr`schen Reiter übernahm
1721
eine Kompanie des aufgelösten Dragoner Reg. Battée inkorporiert
1731
Teile der 1727 aufgestellten Auctions - Kompanien an die Regimenter Pignatelli und Kokorowa (beide 1734 aufgelöst) abgegeben
1768
die Karabinier Kompanie an das neu aufgestellte 1. Carabinier - Regiment (später Dragoner Nr. 3) abgegeben, dagegen eine Eskadron des aufgelösten Kürassier Reg. Modena inkorporiert
1769
erhielt das Reg. in der ganzen Kavallerie die Rangs Nummer 4
1775
die Oberst Division, dann die Oberstlieutenants 1. Eskadron des aufgelösten Kürassier Reg. Jacquemin inkorporiert
1798
erhielt es als Küressier Reg. die Nummer 8
1802
die Oberstlieutenants - Division des aufgelösten Reg. Czartoryski Nr. 4 übernommen
1867
wurde das Reg. unter Beibehaltung der Nr. 8 in ein Dragoner Reg. umgewandelt

  

Ergänzungen:

Das Reg. rekrutierte sich ab 1781 unverändert aus Böhmen, von 1853 an speziell aus dem Werbebezirk von Nr. 35 (Pilsen), 1857-60 aus denen von Nr. 14, 28, 42 (Neuhaus, Prag, Theresienstadt), 1860-68 aus Nr. 11,, 28, 35 (Pisek, Prag, Pilsen), 1868-77 aus Nr. 28 und 75 (Prag, Neuhaus), von 1877-83 aus jenen von Nr. 28 und 42 (Prag, Theresienstadt)endlich 1883-89 aus jenen von Nr. 42, 92 und 94 (Theresienstadt, Komotau, Turnau). Seit 1889 war es mit der Ergänzung in den Bereich des 9. Korps (Militär-Territorial-Bezirk Josephstadt) gewiesen. 
 

Friedensgarnisonen:

1649 Lionz, 1650 Inner-Österreich, 1651-57 Steiermark, 1660 Nieder-Österreich, 1661 Ungarn (Pressburger Landtag)1663-64 Ungarn, dann Schlesien, 1665 Inner-Österreich, 1670 Csakathurn, 1671-72 Ober-Ungarn, 1679 Worms, 1698-1701 Ober - und Nieder-Österreich, (Stab Enns), 1714 Mähren - Schlesien, 1715-16 Böhmen, 1720 Neutraer Komitat 1731 Ober-Ungarn (5 Kompanien im Mailändischen detachiert),1733-34 Böhmen (Pilsner Lager), 1736-37 Banat, 1739 Kaschau, 1740-41 Mähren, 1746-47 Neutraer Komitat, 1748 Szered, 1752-56 Chrudim, 1763 Ungarisch-Skalitz, 1766 Szered, 1767 Brezowa, 1768 Szered, 1770 im Sohler und Trentschiner Komitat, 1775-78 Ungarisch Skalitz, 1779 Güns, 1787 Steinamanger, dann Wien, 1788-92 Saaz, 1798-99 Wittingau, 1801 Grosswardein, 1802-05 abwechselnd Nagy- Károly und Szatmár, 1806 Nagy Károly, 1807 Szikszó, 1808-09 Kittsee, 1810 Báth (Frauenmarkt), 1811 Wien, 1812-13 Gaja, 1814-15 Wien, 1815 Brandeis, 1819 Wien, 1820 Klattau, 1836-48 Podiebrad, 1849 Wien, 1851 Nagy Tapolcsán, dann Neuhäusel, 1852 Güns, 1854 Mikulince, dann Przeworsk, 1855-59 Prossnitz, 1859-66 Czegléd, 1866 Raab, 1870 St. Georgen (Pressburg), 1879 Stockrau, 1880 Wien, 1885 Pardubitz 
 

Regiments - Inhaber
 

1619
Heinrich Duval, Graf Dampiere, Obrist - Obristwachtmeister über alles Kriegsvolk zu Ross
1621
Pietro, Don de Medicis, Obrist
1622
Reg. reformiert
1624
Giacomo Graf Strozzi, Obrist, FML
1635
Hans Christoph Graf Puechhaimb, Obrist, FML
1647
Johann Frhr. De Werth, G.d.C.
1652
Johann Christoph Schaff von Havelsee, Obrist
1661
Christoph Zeiss, Obrist
1673
Adam Quintin Graf von Herberstein, Obrist
1674
Alexander Herzog Bournonville, Graf zu Hennin, FM
1679
Reg. reorganisiert
1683
Reg. neu aufgerichtet
1683
Bernhard Frhr. von Coneberg et Dupigny, Obrist
1683
Johann Franz Frhr. von Chauviray, Obrist
1685
Adam Bernhard Frhr. von Saint - Croix, Obrist, FML
1698
Joseph Innozenz Herzog von Lothringen und Bar, Obrist, GFWM
1705
Ferdinand Graf Breuner, Obrist, GFWM
1710
Thomas Emanuel Prinz Savoyen, Obrist, FML
1730
Eugen Johannes Prinz Savoyen, Obrist, GFWM
1735
Franz Rudolf Graf Hohen - Ems (Hohenembs) FML - FM
1756
Erzherzog Ferdinand, Obrist
1761
Erzherzog Maxmilian, Oberst - G.d.C.
1780
Friedrich Anton Fürst Hohenzollern - Hechingen, GM - G.d.C.
1798
Kürassier Regiment Nr. 8
1813
Constantin Cesarewitsch, Grossfürst von Russland
1831
Ignaz Graf Hardegg, FML - G.d.C.
1848
Carl Graf Aursperg, FML 
1848
Carl Prinz von Preussen
1867
Dragoner Regiment Nr. 8
1883-99
Leopold Graf Sternberg, G.d.C.
1888
führte das Reg. den Namen "Montecuccoli"

Zweite Inhaber:

1767-75 Johann Carl Frhr. von Lassgallner, FML, 1775 Georg Heinrich Frhr. von Rothschütz, GM, 1775-80 Friedrich Anton Fürst Hohenzollern - Hechingen, GM. 1813-31 Ignaz Graf Hardegg, FML, 1848-59 Carl Graf Auersperg, FML, 1859-83 Leopold Graf Sternberg, FML - G.d.C. 
 

Regiments Kommandanten:
 

1619
Ernst Graf Montecuccoli, Obristlieutenant
1620
Pietro Don de Medicis, Obristlieutenant
1621
derselbe als Obrist - Inhaber
1624
der Inhaber Obrist Strozzi
1630
Münster, Obristlieutenant
1635
Hans Christoph Graf Puechhaimb, Obristlieutenant
1635
derselbe als Obrist Inhaber
1639
Candide, Obristlieutenant
1643 
Paramann (?) Obristlieutenant
1652
der Inhaber Obrist Schaff
1661
der Inhaber Obrist Zeiss
1673
der Inhaber Obrist Herberstein
1674-79
Peter von Welsersheimb, Obristlieutenant
1683
der Inhaber Obrist Dupigny
1683
der Inhaber Obrist Chauviray
1685
der Inhaber Obrist St. Croix
1686
Chauviray, Obristlieutenant
1691
La Marre, Obristlieutenant
1697
Claudius Florimund Graf Mercy, Obristlieutenant
1702
Ferdinand Graf Brenner, Obristlieutenant
1705
derselbe als Obrist Inhaber
1708
La Marche, Obristlieutenant Obrist
1716
Des Feignyes (de Figny) Obrist
1724
Baron Falaise (Valaise) Obrist
1730
Franz de Marcant, Obrist
1731
Joachim Frhr. von Römer, Obrist
1735
Franz Alexander Landgraf von Hessen - Rheinfels, Obrist
1739
Ludwig Graf Bentheim, Obrist
1742
August Graf Porporati, Obrist
1749
Christian Frhr. von Kölbel, Obrist
1757
Franz Graf Thurn - Vallesassina, Oberst
1758
Hieronymus Minutillo, Oberst
1765
Johann Joseph Fürst Liechtenstein Oberst
1771
Franz Fachner von Trauenstein, Oberstlieutenant - Oberst
1777
Carl Frhr. von Lilien, Oberst
1784
Carl Friedrich Graf Orlik, Oberst
1787
Friedrich Chevalier de Hotze, Oberst
1793
Caspar Frhr. von Oppeln, Oberst
1797
Fabricius Graf Serbelloni, Oberst
1800
Joseph von Clary, Oberst
1807
Jakob Chevalier O´Ferral, Oberst 
1809
Clemens Frhr. Grosselsberg von Hohenforst, Oberst
1813
Valentin Veigl, Oberst
1818
Alfred Fürst zu Windisch - Graetz, Oberst
1827
Joseph Frhr. von Loen - Deuchede, Oberst
1833
Anton Edler von Swogetinsky, Oberst
1838
Johann Swoboda, Oberst
1839
Eduard Graf Clam - Gallas, Oberst
1846
August Frhr. von Lederer, Oberst
1848
Franz Graf Montecuccoli - Laderchi, Oberst
1850
Maxmilian Graf Coudenhove, Oberst
1854
Sigmund von Deirer, Oberst
1858
Alexander Fürst Auersperg, Oberst
1865
Joseph Hurth, Oberst
1866
James Baertling, Oberst
1866
Justin Graf Bolesta - Koziebrodzky, Oberst
1867
Ferdinand Prinz Bentheim - Steinfurth, Oberst
1869
Alexander Frhr. von Hopffgarten, Oberst
1873
Leopold Prinz Croy, Oberst
1878
Maxmilian Edler Wonesch von Wonheim, Oberstlieutenant - Oberst
1884
Ferdinand Edler Ungar von Ritterburg, Oberstlieutenant - Oberst 
1886
Eduard Karger, Oberst
1890
Joseph Bayer von Bayersburg, Oberst
1897
Alphons Graf Montecuccoli - Polinago, Oberstlieutenant - Oberst
1899
Ottokar Pizzighelli, Oberst

  

Feldzüge:
Arkebuzier (Kürassier)- Regiment
1619
im Korps ihres Inhabers, standen die in den Erblanden geworbenen 2 Kompanien im Juni in Nieder-Österreich, wobei eine an dem von Obrist St. Hilaire (Arsenal - Hauptmann) geführten Zuge der 500 Dampierr`schen Reiter nach Wien teil durch deren Erscheinen in der Hofburg Kaiser Ferdinand II. von den ihn in derselben bedrängenden Führern der Rebellen befreit wurde. Das später vereinigte Regiment (die in den Niederlanden geworbenen Kompanien waren inzwischen beim Korps Dampierre eingerückt) machte das Gefecht bei Wisternitz und die Einnahme von Ludenburg mit
1620
stand das Reg. in Mähren und Nieder-Österreich. Im November focht es in der Schlacht am Weissen Berg bei Prag
1621
war es in Ungarn und nahm an einigen Scharmützeln bei Neuhäuse lteil
1622
stand das Reg. in Mähren
1624
(Arkebusier - Reg.) rückte dieses neu formierte Reg. in das Reich
1625
in den Niederlanden, wo es an der Belagerung von Breda teilnahm, später wieder im Verband der Armee im Reiche, wo es 
1626
an der Dessauer Brücke kämpfte, später rückte es nach Mähren
1627
war es unter Waldstein in Holstein und Jütland
1628
in Mecklenburg
1629-30
im Jülich´schen gelegen, ohne Aktion
1631
war das Reg. vor Magdeburg in der Schlacht bei Breitenfeld
1632
in Böhmen, bei der Belagerung von Eger, dann vor Nürnberg, später unter Gallas in Sachsen, endlich nahm es an der Schlacht bei Lützen teil
1633
diente das Reg. in Schlesien (Gefecht bei Steinau u. A.), später kam es zur Hauptarmee nach Bayern
1634
beteiligte es sich an der Einnahme von Regensburg, dann der Schlacht bei Nördlingen und stand später in Franken
1635
diente es unter Gallas am Rhein, im Mainz´schen dann in Lothringen
1636
wieder unter Gallas am Rhein
1637
unter Götz in Sachsen, wo es das Gefecht bei Pege (Pegau) mitmachte
1638
stand es in der Hauptarmee in Pommern, Rückzug nach Sachsen
1639
focht es bei Freiburg und Chemnitz
1640
dinete es unter seinem Inhaber in Schlesien, kam dann zur Hauptarmee, Gefechte bei Perleberg und Ziegenhain
1641
Belagerung von Zwickau, Treffen bei Wolfenbüttel
1642
in Schlesien, Treffen bei Schweidnitz, später wieder bei der Hauptarmee, Schlacht bei Breitenfeld, in welcher es im Verein mit den Regimentern Nicola (Mottard) Lüttich und Ramsdorf den Rückzug deckte. Kornet Hensgen mit einem aus Leuten des Regiments und solchen von Pallavicini (200 Mann) zusammengesetzten Detachements einen gelungenen Überfall auf Mährisch Trübau auf 3 schwedische Regimenter ausgeführt
1643
war das Reg. in der Hauptarmee, später in Schlesien, Gefecht bei Teschen
1644
in Mähren wo es mit Erfolg gegen die rebellierenden Walachen verwendet wurde, später kam es nach Ungarn, Gefechte bei Freistadtl, Eperies, Palkonya, am Sajó u. A.
1645
war es bei den zum Schutze Wiens gesammelten Truppen
1646
beteiligte es sich an der Vertreibung der Schweden aus Nieder-Österreich
1647
stand das Reg. anfänglich in Böhmen, Gefecht bei Falkenau und nahm später an der Belagerung von Iglau teil
1648
in der Hauptarmee, Schlacht bei Zusmarshausen, Gefecht bei Allern u.s.w. Eine Kompanie unter Rittmeister de La Borde an der Verteidigung von Prag teilgenommen
1657
war das Reg. an der schlesischen Grenze gegen Polen verwendet und stand 1655-59 teils in Ungarn, teils in Mähren
1663
in Ungarn, ohne Aktion
1664
im Korps Souches, bei Heiligenkreuz und Levencz gefochten
1673
stand das Reg. bei der Armee am Rhein und war bei der Einnahme von Bonn
1674
kam es nur bei Mühlhausen (Dezember) in Aktion
1675
nahm es an dem unglücklichen Treffen bei Colmar und der Schlacht bei Altenheim (Goldscheuer) teil. 
1676
stand das Reg. vor Philippsburg
1677
rückte vorübergehend nach Böhmen, kam dann wieder zur Hauptarmee , trat jedoch nicht in Aktion
1683
in der Hauptarmee, Gefecht bei Petronell und nahm dann, in Wien verblieben, an der glorreichen Verteidigung der Stadt, bei der es seinen Inhaber verlor teil
1684
in der Hauptarmee, Belagerung von Ofen, dann im Korps Schultz in Ober Ungarn
1685
in Ober Ungarn, rückte dann nach Siebenbürgen 
1686
im Korps Scherffenberg wo es die Gefechte bei Szent Benedek und Hermannstadt mitgemacht, dann nach Ungarn rückte und an der 2. Belagerung Ofens teilnahm. Später machte es den Zug nach und das Gefecht von Szegedin mit
1687
kämpfte es in der Hauptarmee bei Mohács (am Berge Harsány) und rückte unter Dünewald nach Slawonien (4 Eskadronen)
1688
Belagerung und Einnahme von Belgrad
1689
in Bosnien, Streifzug gegen Zwornik, Schlachten bei Batocina und Nissa mitgemacht
1690
stand das Reg. bei den zur Verbindung mit dem Korps in Siebenbürgen bei Karansebes postierten Truppen
1691
focht es bei Szlankamen
1692
beteiligte es sich an dem Überfall auf Gyula und der Blockade von Grosswardein
1693-96
stand es in Nieder Ungarn zumeist in der Hauptarmee
1697
an den Rhein gerückt, war das Reg. in dem Gefecht bei Ebernbach, kam dann aber wieder nach Ungarn
1698
in der Hauptarmee, Zug gegen Temesvár
1701
auf den Kriegsschauplatz in Italien eingeteilt, war das Reg. bei der Einnahme von Capriund in dem Treffen bei Chiari. Abteilungen nahmen unter Obristlieutenant Graf Mercy an den Gefechten bei Rontoglio, Cassano d`Adda, Pizzighettone und an der Fossa Mantovana teil. 
1702
ein Detachement an dem Überfall auf Cremona teilgenommen, das Reg. an der Schlacht bei Luzzara
1703
in der Hauptarmee am Po, kleinere Streifzüge ausgeführt
1704
rückten 3 Eskadronen im Korps Starhemberg nach Piemont und beteiligten sich an einem Gefecht bei Prarolo. Die in der Lombardei verbliebenen Eskadronen machten dann den Rückzug nach Tirol mit
1705
fochten letztere bei Cassano, wo der Inhaber fiel, jene in Piemont standen im Lager bei Chivasso-Crescentino und beteiligten sich an einem Gefecht bei Brandizzo 
1706
kämpfte das nunmehr vereinigte Reg. in der Schlacht von Turin und war später bei der Einnahme von Pavia
1707
Zug in die Provence, Belagerung von Toulon
1708
in Ober Italien stehend, nahm ein Detachement an der Expedition gegen Fenestrelles teil
1709
nach Deutschland gerückt, focht das Reg. mit starken Verlusten bei Rumersheim
1710-11
im Verband der Reichsarmee, ohne Aktion
1712
in den Niederlanden, Belagerung von le Quesnoy
1713
wieder in der Reichsarmee
1716
auf dem Kriegsschauplatz in Ungarn, nahm das Reg. an der Schlacht bei Peterwardein und der Belagerung von Temesvár teil
1717
bei der Belagerung und Schlacht bei Belgrad
1734-35
bei der Reichsarmee
1737
focht das Reg. bei Timok und Radujewac
1738
in dem Treffen bei Kornia
1739
in der Schlacht bei Grocka, in welcher es bedeutende Verluste erlitt
1741
in Schlesien stehend, erlitt es auch in der Schlacht bei Mollwitz bedeutende Verluste
1742
nahm es an der Schlacht bei Caslau und der Belagerung von Prag teil
1743
in der Hauptarmee in Bayern, macht es die Vorrückung an den Rhein mit
1744
die Belagerung von Lauterburg und den Rückzug nach Böhmen mitgemacht
1745
nahm es an den Schlachten von Hohenfriedberg und Soor teil
1756
im Korps Brown, focht es bei Lobositz
1757
focht das Reg. mit Auszeichnung aber starken Verlusten bei Prag, dann bei Breslau und Leuthen, wo es bei der Deckung des Rückzugs erfolgreich mitwirkte
1758
zeichnete es sich erneut bei Hochkirch aus und nahm noch an dem Gefecht bei Ebersbach teil
1759
in der Hauptarmee, beim Angriff auf Greiffenberg mitgewirkt. Die Karabinier Kompanie im Korps Loudon bei Kunersdorf gefochten
1760
zeichnete sich letztere in dem Gefecht bei Kunzendorf aus, das Regiment focht bei Torgau
1761
stand das Reg. in der Hauptarmee und kam nur die Karabinier Kompanie bei der Erstürmung von Schweidnitz zur Aktion
1762
in Schlesien, ohne zur Verwendung zu kommen
1778-79
bei der Hauptarmee in Böhmen, ohne Aktion
1792
im Breisgau, ohne zur operierenden Armee gezogen zu werden
1793
bei der Armee am Rhein, bestanden Abteilungen Gefecht bei Reichshofen, Dauendorf, Neuburg, Gamshaimb, Pfaffenhofen, wo mehrere Offiziere Gelegenheit fanden sich auszuzeichnen, 
1794
am Ober Rhein, im Gefecht bei Mannheim
1795
ebendort, eine Abteilung im Gefecht bei Schriesheim, das Regiment focht mit Auszeichnung bei Handschuhsheim
1796
in der Ober Rhein Armee, fochten Abteilungen bei Ettlingen, Cannstadt, später bei Geisenfeld, Emmendingen und Schliengen. 2 Divisionen kamen später zur Belagerung von Kehl
1797
nahm das Reg. an den Gefechten bei Diersheim - Honau und an der Rench teil
1799
auf dem Kriegsschauplatz in Deutschland, focht das Reg. bei Ostrach und Stockach, verblieb dann bei den Truppen am Rhein vor Mannheim, bei der Erstürmung von Neckarau kam es nicht zur Verwendung
1800
nahm, das Reg. an der Schlacht von Möskirch, den Gefechten bei Dillingen, Ingolstadt und Neuburg teil
1805
im Korps Werneck in Deutschland, focht es bei Elchingen. Durch die Kapitulation von Trochtellingen und Ulm geriet der größte Teil des Reg. in Kriegsgefangenschaft. Einigen kleineren Abteilungen gelang es sich an das Korps des Erzherzogs Ferdinand anzuschließen
1809
im 1. Reservekorps der Armee in Deutschland, focht das Reg. bei Eggmühl (Egloffsheim), Regensburg, zeichnete sich bei Aspern und Wagram aus und kämpfte schließlich bei Tesswitz (Znaim)
1813
in der Hauptarmee, war das Reg. in der Schlacht bei Dresden und zeichnete sich in jener bei Leipzig aus
1814
focht es unter seinem Kommandanten Fürst Windisch - Graetz mit besonderer Auszeichnung bei Troyes, Arcis-sur Aube, und bei la Fère-Champenoise. Oberst Fürst Windisch - Graetz und eine Reihe von Offizieren erhielten russische Orden
1815
in Frankreich, ohne gefecht
1848
zwei Divisionen nahmen an der Unterdrückung des Aufstandes in Prag teil, das Reg. rückte dann unter FM Windisch Graetz vor Wien, wo es am Treffen bei Schwechat teilnahm. Bei dem späteren Vorrücken nach Ungarn beteiligte es sich an dem Gefecht bei Parndorf
1849
in das Korps Schlick eingeteilt, nahmen Abteilungen an den Gefechten bei Eperies, Füge, dem Überfall auf Pétervásár, dem Gefecht bei Sirok teil. Das Reg. focht mit Auszeichnung bei Verpeléth_kápolna, bei Mezö-Kövesd, Hatvan und Isaszeg und kam dann zur Zernierung von Komorn, bei welcher es verblieb, ohne an den weiteren Aktionen teilzunehmen
1866
mit 5 Eskadronen in der 3. Reserve Kavallerie Division eingeteilt, focht das Reg. bei Königinhof und Königgrätz, wo es unter allen Kavallerie Regimentern die größten Verluste erlitt

Adjustierung des Regimentes
 
Als Kürassirregiment
1738: weißer Rock, rote Aufschläge 
1765 (1767): weißer Rock und Hosen, ponceaurote Egalisierung, weiße Knöpfe 
Kürassier Regiment Nr. 8
1798: weißer Rock, scharlachrote Egalisierung, weiße Hosen, gelbe Knöpfe 
1850: weißer Waffenrock, scharlachrote Egalisierung, lichtblaue Pantalons, gelbe Knöpfe 
Dragoner Regiment Nr. 8
1868:lichtblauer Waffenrock, scharlachrote Egalisierung, krapprote Stiefelhosen, gelbe Knöpfe
 links Arkebusier ca. 1620, rechts Kürassier-Trompeter ca. 1770

Quellen:

  • Obstlt. Alphons Frhr. v. Wrede, Geschichte der K.u.K. Wehrmacht von 1618 bis Ende des XIX. Jahrhunderts
  • L. und F. Funcken, Historische Uniformen, ORBIS Verlag, 2000
  • Osprey Military, Heft Nr. 271, Reprint 1999
  • Österreichische Militärgeschichte, Sonderband 1997 Verlag Stöhr Wien
 
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