Biographien der Husarenoffiziere

Dessewffy von Czernek und Tarkeö

von Harald Skala


Wappen von János Dessewffy nach dem von König Ludwig II. im Jahre 1525 
erneuerten Wappenbrief für ihn und seine Brüder


 

Ferencz Frhr. Dessewffy, Miliz Obrist-Wachtmeister

István Ferencz Frhr. Dessewffy, k.k. Feldmarschall-Lieutenant

Imre Frhr. Dessewffy, k.k. General-Feldwachtmeister

Adam Frhr. Dessewffy, Obrist-Lieutenant

József, Graf Dessewffy, k.k. Feldmarschall-Lieutenant

Ferencz, Graf Dessewffy de Margonya, Obrist-Lieutenant

Arisztid, Graf Dessewffy, General der Honvéd

Lájos (Louis-César-Hyacinthe-Auguste) comte Dessewffy, franz. Obrist-Lieutenant
 

Vorwort zur Internetausgabe

Die Nachforschungen zu der Familiengeschichte ergaben, daß - zumindest zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert- die Dessewffys eine Offiziersfamilie waren. Und nicht nur das; beinahe alle Offiziere dieser Familie dienten bei den Husaren! Sie waren von der Gründung der ersten regulären Husarenregimenter des k.k. Heeres an dem Aufbau dieser Waffengattung beteiligt und in ihren Regimentern lernten einige später berühmt gewordene Husaren-Generale und Träger höchster österreichischen Orden das Kriegshandwerk.

Die Familie ist eine der ältesten und gehört ohne Zweifel zum ungarischen Uradel. Der Ursprung und die Zusammenhänge der ersten Generationen sind geschichtlich noch nicht eindeutig geklärt. Nach einer Quelle soll der Vorfahre der Familie um 996 von Westfalen im Geleit der bayrischen Prinzessin Gisella, die den ungarischen König Stephan I. heiratete, nach Ungarn gekommen sein. Die Familie erhielt im Laufe der Jahrhunderte von den ungarischen Königen beträchtliche Güter in Slawonien und schrieb sich danach "von Czernek" nach der gleichnamigen Burg in der Nähe des heutigen Nova Gradiska.

Nach der verlorenen Schlacht bei Mohácz 1526 verlor die Familie, deren Mitglieder an der Seite des ungarischen Königs gekämpft hatten, alle ihre Besitzungen in Slawonien und mußten das Land verlassen.

Da der ungarische Hof vor den Türken nach Poszony (Bratislava) geflohen war, begaben sich auch die überlebenden Dessewffys dorthin.

Erst 1556 bekam die Familie Güter in Ober-Ungarn, auf denen sie sich niederlassen konnte. Es waren die Burgen und Güter Tarkeö und Tárcza (heute Kamenica, Krivany und Torysa in der Ostslowakei) Danach schrieb sich die Familie "Czernek et Tarkeö"

Die Familie war sehr kinderreich, gehörte aber nicht zum Hochadel, sodaß ihre finanzielle Mittel begrenzt waren. Vielleicht deshalb finden wir so viele von ihnen in den Reihen des k.k. Heeres und da vor Allem bei den Husaren. Zwischen ca.1688 und 1848 finden wir in verschiedenen Archiven Dokumente über mehr als 40 Angehörigen dieser Familie, die in den Diensten der Habsburger und der französischen Könige waren. Die Lebensläufe einiger von ihnen, die hohe militärische Ränge erreichten oder besondere Taten vollbrachten, rekonstruiert nach Dokumenten aus verschiedenen Archiven und Publikationen sind im Weiteren wiedergegeben. Sie erschließen uns auch viele Details des täglichen Leben bei den Husaren, Organisation und Aufstiegsmöglichkeiten der Offiziere, Berichte über Gefechte und vieles mehr in der Glanzzeit der Husaren im 18. - 19. Jahrhundert. Nach der Gründung der Doppelmonarchie widmeten sich die männlichen Mitglieder mehr zivilen Berufen. Anfang des 20. Jahrhunderts wanderte die Famile aus. Nachfahren leben heute noch in USA und Australien.


Wappen des Samuel Dessewffy, Obergespan des Komitates Sáros, 
von Maria Theresia am 7. März 1775 in den Grafenstand erhoben


Ferencz Frhr. Dessewffy von Czernek und Tarkeö,

Obrist-Wachtmeister der ungar. Miliz

Er muß um das Jahr 1686 geboren sein. Aus späteren Dokumenten geht hervor, daß er bereits um das Jahr 1700 in die Armee eintrat. 1713 wird er er im Rang eines Kapitänlieutenants im Husarenregiment Splényi (später Nr. 8) erwähnt. In einem Ansuchen in lateinisch bat er im gleichen Jahr um die Verleihung einer Kapitänlieutenants-Stelle in Szegedin unter Berufung auf die unerschtütterliche Treue der Famile Dessewffy (!)

Diese Stelle bekam er zwar nicht, aber bereits am 5.8.1713 erhielt er mit Zustimmung des Prinzen Eugen von Savoyen vom Hofkriegsrat ein Dekret mit dem er die freigewordenen Stelle eines Oberst-Kapitän der National-Miliz zu Gran erhielt. Er begab sich daraufhin zu seinem alten Regiment das am Rhein stand, um die notwendigen Angelegenheiten zu regeln und trat dann seinen Posten in Gran an, in dem er bis zur Auflösung der Milizen in den Festungen 1747 verblieb.

In 1731 bat er um die Beförderung zum Obristwachtmeister, erhielt mit Dekret vom 25.6.1731 aber nur den Titel eines solchen. Das erhaltene Konzept des Dekretes lautet:

"...in Gnade aufzuführen, welchergestalten demselben auf dessen gehorsamstes Bitten und in Ansehung seiner ehedessen zu Feld, nach dem aber bei der National-Miliz zu Gran zusammen in die 30 Jahre lang geleisteten tapferen und nützlichen Kriegsdiensten, mithin an in militari erworbenen guten Erfahrenheit und anderen ihm beiwohnenden rühmlichen Eigenschaften der Titel eines kaiserlichen Obrist-Wachtmeisters bei der National-Miliz, jedoch alleinig quad honoris beigelegtworden sein, dergestalten, daß er als kaiserlicher Obrist-Wachtmeister von jedermann geehrt, erkennet und gehalten werde, sich auch selbsten diese Prädikats bei allen Gelegenheiten anständig gebrauchen mögen.

d. d. Wien, 25. Juni 1731..."

Während des Türkenkrieges 1737-39 und dem Erbfolgekriege sollte auch Ferencz mit seiner Einheit ins Feld rücken. Wegen seiner Gebrechlichkeit und da er nicht mehr zu Pferde sitzen konnte, wurde er von der Verpflichtung zum Ausmarsch enthoben (er war damals ungefähr 51 Jahre alt).

1747 wurden die Milizen in Raab, Komorn, Gran, Grosswardein, Szolnok und Sziget aufgelöst, diensttaugliche Offiziere zu anderen Truppenkörpern eingeteilt. Ferencz wurde aufgrund einer Allerhöchsten Entschließung und dem Hofkriegsrätlichem Erlaß vom 3.3.1747 zufolge sein bisheriges Gehalt belassen und er selbst in den Ruhestand versetzt.

Er blieb in Gran und starb dort am 4.4.1754. Seinem- erhaltenem- Testament ist zu entnehmen, daß er ohne direkte Nachkommen verstarb und daß sein Verhältnis zu seinen Verwandten kein besonders freundliches war. Als Universalerben setzte er den ehemaligen Kornett der Graner National-Miliz, Sebastian Petho, der Mitglied des inneren Rates von Gran wurde ein. Die ungarische Kammer focht das Testament an und wollte den Nachlaß für den Fiskus in Anspruch nehmen. Erst nach einem Vergleich konnte Petho den Nachlaß antreten.
 
 


István Ferencz, Frhr. Dessewffy von Czernek und Tarköe

k.k. Feldmarschall-Lieutenant

Von allen Offizieren der Familie ist István derjenige, über den wohl am meißten bekannt ist und der am längsten von allen Dessewffys Soldat war - nämlich ganze 57 Jahre, davon 51 im aktiven Dienst! Noch 1734 - im Alter von 67 Jahren saß er im Sattel bei seinem Regiment bei der Belagerung von Philippsburg am Rhein. Da es ja zu dieser Zeit keine andere Möglichkeit gab, muß er nach Abschluß der Kampfhandlungen zu Pferde bis in die Ostslowakei zurückgeritten sein, wo er sich auf seinem Gut zur Ruhe setzte. Eine grandiose Leistung!

Er wurde 1667 in Hanusfalva (Hanusovice n. T. Ostslowakei) geboren.

Beide Eltern starben früh und mit 17 Jahren war István Vollwaiser. Er wurde in das Haus des damaligen Judex Curiae und Banus von Kroatien, Adam, Graf Batthyanyi aufgenommen, wo er jedoch nur ein Jahr lebte. Im Alter von 18 Jahren trat er 1684 in den Militärdienst. Dokumente darüber, in welcher Einheit er diente, sind im Kriegsarchiv in Wien nicht vorhanden. Möglicherweise diente er im Aufgebot seines Ziehvaters, des Banus von Kroatien. Belegt ist, daß er den Türkenkrieg mitmachte und 1686 bei der Rückeroberung von Ofen am 2.9.1686 unter Karl von Lothringen war. Er nahm wahrscheinlich auch an den weiteren Aktionen unter dem neuen Oberbefehlshaber Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden (Türkenlouis) teil. 1697 kämpfte István unter Graf Pálffy bei Zenta, wo er mit seiner Einheit die erste Attacke unternahm.

Am 10.12.1688 bekam Adam, Graf Czobor ein Patent zur Gründung zweier regulärer Husarenregimenter mit je 1.000 Berittenen. Eines davon übernahm Johann, Graf Pálffy (das spätere HR Nr.9), das andere behielt Czobor selbst. Im Jahre 1699 wird István D. in diesem Regiment, das inzwischen Adam, Graf Kollonits übernommen hatte, bereits als Rittmeister erwähnt. In dem gleichen Regiment begann die militärische Karriere mehrere Dessewffyws. Imre (1699), András (1711), Miklós (1705) und Bálint (1705) dienten hier. Wann István in dieses Regiment eintrat ist nicht bekannt. In den Jahren 1702-04 kämpfte das Regiment am Rhein, machte die Belagerung von Lauda mit und einzelne Einheiten überschritten mehrmals den Rhein. István D. erwarb sich in diesen Jahren große Verdienste, hob mehrere Kommandos und Transporte aus und machte hierbei zahlreiche Gefangene und Beute. 1704 wurde er Obrist-lieutenant und Kommandant des Regimentes, das damals in den Stollhofener Linien stand. 1706 geriet er bei einer nicht näher erwähnten Aktion in französische Gefangenschaft, wurde jedoch nach wenigen Tagen ausgetauscht. Auch 1713 leistete er bei der Rheinarmee wertvolle Dienste indem er mehrmals mit größeren Kommanden über den Rhein entsendet wurde.

In diesen Jahren begannen Istváns Schwierigkeiten weiter auf der Karriereleiter in der Armee zu kommen. Er war mit 20 Dienstjahren einer der ältesten Obrist-lieutenants der österreichischen Kavallerie und eigentlich hätte ihm der Rang eines Obristen und Regimentsinhabers zugestanden.

Bereits im Februar 1706 bat er beim Hofkriegsrat um die Verleihung eines Regimentes, jedoch ohne Erfolg. Im November 1707 schrieb Prinz Eugen von Savoyen, der István bereits im Türkenfeldzug schätzen lernte, an den Hofkriegsrat, das der Obrist-lieutenant S. Dessewffy zum Obristen ernannt werden könnte und auch der Churfürst von Hannover verwendete sich am 12.12.1707 beim Kaiser für ihn in dem er schrieb:

"...Zur Consolation der gesambten Hungarischen Miliz ersucht Seine Kais. Mayestät des Hern Churfürsten Durchlaucht den Hern Obristlieutenant Desöfi mit dem Oberstpatent zu begnadten. Er ist ohnedem Obristlieutenant und Commendant von dem Graf Kollonitschen ältesten Regiment und ansonsten der beste anwesende Offizier der Husaren..."

Der Hofkriegsrat empfahl dann doch seine Beförderung und István wurde mit Patent vom 9.1.1708 zum Obristen befördert. Der Entwurf (im Kriegsarchiv Wien vorhanden) lautet:

Carolus etc. etc. (sämtliche Titel)

"Dass Wir unseren unter dem Kollonitsischen Regiment bestellten Obristlieutenant und lieben Getreuen Stephan Dessöffy in Ansehung seiner langwierigen und noch von Eroberung Ofens bis anhero treu und ersprisslich geleisteten, auch annoch continuierenden Kriegsdienste, in allen vorgewesten Occasionen erwiesenen Valor´s, dabei erworbenen fürtrefflichen Kriegsexperienz und anderen ihm beiwohnenden guten Eigenschaften, wie nicht minder in Erwägung seiner hart ausgestandenen (französischen) Gefangenschaft, auch erlittenen Verluste aller seiner Güter in Hungarn, und da derselbe ohnedem der älteste Obristlieutenant von der ganzen hungarischen Miliz und Reich ist, zu Unserm wirklichen Obristen gnädigst gewürdigt und ernennet haben. stb."

In der gleichfalls am 9.1.1708 ergangene Hofkriegsrätliche Intimation an die Hofkammer, Graf Kollonits, Schlick und Thüngen wird gesagt:

".. es sei dem Kollonitsischen Obristlieutenant Dessöffy die wirkliche Obristenstelle mit Dienst und Rang, jedoch ohne Consequenz für andere und zur Ausmachung der völligen Gage eine Zulage auf den Obristlieutenant und Rittmeister Sold erteilt werden...."

Nun hatte István zwar den Rang eines Obristen und hätte nach den Gepflogenheiten in der k.k. Armee ein eigenes Regiment bekommen müssen, er bekam es aber vorerst nicht.

Im September 1710 verwendete sich Prinz Eugen wiederum für ihn. Er schrieb an den Hofkriegsrat, man möchte, wenn es künftig auf die ungarischen Fiscalitäten, besonders auf jene im Sároser und Zemplíner Komitat ankommt, auf die Obristen Splényi und Dessewffy bedacht nehmen und legte Gesuche der beiden Obristen bei. Der Hofkriegsrat wandte sich in dieser Angelegenheit an die Hofkammer und empfahl beide Gesuche zur Berücksichtigung, mit welchem Vorgang sich Prinz Eugen in einem Schreiben vom 8.10.1710 einverstanden erklärte.

1712 bat Obrist István D. wiederum um die Verleihung eines Regimentes, jedoch ohne Erfolg. 

1713 erging auf die Empfehlung des Hofkriegsrates eine Kaiserliche Entschließung daß

"...den beiden Obristen Splényi und Dessewffy über ihre 30.000 Fl Indemnisations-Gelder noch einen mehrere Gratification mit ein - und andern Fiscalitäten in dem Zemplíner Komitat wegen ihrer guten Dienste geschehen solle..."

Im Juni 1714 traf István D. mit seinem Regiment in Ungarn ein und erhielt den Befehl, sich in das Lager bei Tolna zu begeben. 1716 war sein Regiment auf dem Kriegsschauplatz in Ungarn, sicherte mit 800 Husaren die Strecke Pancsova - Pálanka, focht bei Carlowitz und nahm an der Belagerung von Temesvár teil. 1717 im Banat, nahm sein Regiment an der Verfolgung der Feinde nach der Schlacht bei Belgrad teil.

Im Sommer 1718 bat er um die Beförderung zum General-Feldwachtmeister (GFWM), seine Bitte hatte jedoch keinen Erfolg. 

Ende 1720 wurde das Husarenregiment dessen Kommandant er immer noch war aufgelöst und in die Regimenter Splényi und Babocsay inkorporiert. István kam zum HR Splényi (später HR Nr. 8) doch erhielt er nicht wie andere mit ihm zum General-Feldwachtmeister (GFWM) beförderten Obersten ein vom 24. 2. 1724 datiertes hofkriegsrätliches Dekret, daß sie ihre Beförderung nicht publicieren sondern ihre Dienste bei den ihrem Kommando anvertrauten Regimentern als Oberst fortsetzen sollen.

Er blieb also noch weiter bis 1727 Kommandant des HR Splényi und daraus erklärt sich der in verschiedenen Werken bemerkbare Widerspruch sowie auch der Umstand, daß er trotzt seines am 2.10.1723 datierten Generalpatents in den Akten bis 1727 stets noch als Obrist und Kommandant des Splényischen Regiments bezeichnet wird.

Nachdem István also noch über 3 Jahre das Regimentskommando geführt hatte wurde ihm endlich mit Allerhöchster Entschließung vom 10.5.1727 das durch Tod des GFWM Paul Frhr.v. Babocsay erledigte Husarenregiment verliehen (später HR Nr.3) und nun kam auch die längst sattgefundene Ernennung zum GFWM zur Geltung. Aufgrund einer Allerhöchsten Entschließung wurde István D. nämlich bereits 1724 mit 6 anderen Obristen zum GFWM, mit dem Range zum 2.10.1723 ernannt.

Allein zugleich mit diesem Patent erhielt er ein auf das Babocsay´sche Regiment lautende Gehorsams-Patent nach dem vorhandene Konzept:

Carolus etc. etc (alle Titel)

"Dass wir Unserm (Titel) Stephan Dessöffy auf sein gehorsamstes Bitten und in gnädigster Ansehung seiner durch etliche und dreisig Jahre her sowohl im Königreiche Hungarn wider den Erbfeind christlichen Namens, als im Römischen Reich, und verschiedenen italienischen Provinzen geleisteten auch annoch continuirenden treuen, eifrigen, und ersprisslichen Kriegsdienste, bei den mittlerweil obgewesten scharfen Feldschlachten und Belagerungen jedesmal erwiesenen Schuldigkeit, empfangenen vielfältigen Blessuren, auch anderer ihm beiwohnenden ansehentlichen Eigenschaften, besonders aber aus dem gnädigsten Vertrauen, so wir in seine Person gesetzt, das durch Absterben Unseres (Titel) Babocsay erledigte Husaren-Regiment conferiret haben ... usw. usw.

Wien, den 10.Mai.1727

Istváns Regiment kämpften danach wieder unter Prinz Eugen am Rhein, nahm an der Belagerung von Philippsburg und an mehreren kleinen Aktionen teil. In den Jahren 1732 bis 1744 lernte in seinem Regiment das Kriegshandwerk der spätere G.d.C Graf Hadik, einer von zwei Husarengenerälen, die den höchsten Orden, das Großkreuz des Maria-Theresia-Orden erhielten.

Am 2.11.1733 wird István D. zum Feldmarschall-Lieutenant befördert, bat danach noch 1735 um seine Ernennung zum General der Kavallerie (G.d.C.) aber diese Bitte hatte keinen Erfolg.

1736 zog er sich nach 51 Jahren Militärdienst auf sein Gut Fintice zurück, blieb aber Inhaber seines Husarenregimentes bis zu seinem Tod. Er blieb unverheiratet. Es ist bekannt, daß er während seiner letzten Jahre tagelang in Büchern las. Er war bei seinen Untergebenen im Dorf als guter Herr bekannt und förderte auch die Wirtschaft auf seinem Gut. 1739 gründete er eine Stiftung, dotiert mit 10.000 Golddukaten mit denen die Piaristen im nahen Sabinov (Kis-Szeben) ein Gymnasium gründen sollten. Aber erst 1740 kamen diese nach Sabinov und eröffneten ein Gymnasium, daß bereits im Dezember d.J. von Maria Theresia genehmigt wurde. Er widmete noch weiter Beträge wohlfährtigen Zwecken aus seinem "...durch Blut im Dienste des Kaisers erworbenen Besitz.." So spendete er den Hauptaltar der Kirche in Groß-Sáros und bedachte das Gymnasium in Sabinov auch in seinem Testament mit 1.500 Golddukaten. Nach seinem Tod am 28.6.1742 erbte das Gut Fintice sein Neffe Samuel, Frhr. Dessewffy, später Graf und Oberster Gespan des Komitates Sáros (heute Ostslowakei). Das Testament István D. ist erhalten und liegt beim Kriegsarchiv in Wien.

Er wurde in Sabinov, in der Gruft der von ihm gegründeten Piaristenkirche begraben. Ein Epitaf, in dem er in voller Rüstung zu sehen ist, wurde an der Wand der Kirche angebracht. In seinem Testament hatte er den Wunsch geäußert, daß sein Begräbnis schlicht und ohne großen Aufhebens sein soll. Trotztdem versammelten sich viele Adelige und er erhielt ein Begräbnis mit militärischen Ehren. Es ist bezeugt, daß damals wahrscheinlich durch Salutschüsse in Sabinov viele Fensterscheiben zu Bruch gingen.
 
 


Imre, Frhr. Dessewffy von Csernek und Tarköe 

k.k. General-Feldwachtmeister

Sein Geburtsdatum - und Ort sind nicht genau bekannt. Er war Bruder des o. erw. István und um das Jahr 1668 geboren. Deshalb ist anzunehmen, daß auch er in Hanusovce n.T.geboren wurde, ev. sogar der Zwillingsbruder Istváns war.

Wo er seine Jugend verbrachte, nachdem beide Eltern 1684 nicht mehr lebten ist nicht bekannt. Vielleicht trat er gleichzeitig mit seinem Bruder in den Militärdients ein, da er 1699 im Husarenregiment Kollonits als Lieutenant erwähnt wird, in dem István bereits Rittmeister war. Mit diesem Regiment machte er den Türkenfeldzug mit.

1713 wird Imre bereits als Rittmeister im Husarenregiment Babocsay (Nr.3) geführt. Dokumente wann er befördert und zum HR Nr.3 versetzt wurde liegen nicht vor. Mit seinem Regiment nahm er wieder an Kämpfen gegen die Türken teil, war im Gefecht bei Carlowitz, in der Schlacht bei Peterwardein und bei der Belagerung von Temesvár, 1717 dann bei Belgrad, wo sein Regiment die Donaubrücken schüzte. Auch an den Gefechten bei Uj-Palánka, Orsova und Zwornik nahm er teil. Wann Imre zum Obristwachtmeister befördert wurde ist nicht bekannt. Jedenfalls wurde er zum Husarenregiment Splényi (Nr. 8) transferiert und taucht dort 1721 als Stabsoffizier - aggregierter Obristwachtmeister auf.

Auf seine Bitte verordnete der Hofkriegsrat mit Erlaß vom 28.2.1721 daß ihm statt der minderen Gebühr eines aggregierten die volle Gage bei dem Splényischen Reg. angewiesen werde.

1723 wurde er dann zum Obristlieutenant und Kommandant des Regimentes befördert Er war damals ca. 56 Jahre alt und hatte 24 Jahre Dienst hinter sich. Sein Regiment war in diesen Jahren in Friedensgarnisonen in Ungarn. 

Mit Patent vom 18.4.1729 wurde er dann zum Obersten befördert. Das Patent, welches von einer 30-jährigen Dienstzeit spricht, läßt auf die Identität dieses Obersten mit dem im Jahre 1699 erwähnten Lieutenant schließen und lautet:

Carolus etc. etc. (sämtliche Titel)

Das Wir Unsren, unter dem Splényischen Husare-Rregiment bestellten Obrist-lieutenant und Unsren lieben Getreuen Emerich Dessewffy in mildester Erwägung seiner Uns und Unsrem durchlauchtigsten Erzhaus bereits in die 30 Jahr lang bei den abgewesten schweren französischen, ungarischen und türkischen Kriegen geleisteten treuen, eifrigen Felddiensten, in allen vorgefallenen occassionen erwiesenen standhaften Tapferkeit, an durch in militäribus erlangten guten Erfahrenheit, auch die anderen ihm beiwohnenden lobwürdigen Eigenschaften, besonders aber aus der in seine Person gesetztes Vertrauen zu Unserem wirklichen tatsächlichen Obristen ernannt, declariert und bestellt haben.

Wien, den 18.4.1729.

Nach dem Tode des FML Frhr. v. Splényi, wurde im Jahre 1730 der FML Czungenberg Inhaber dieses Regimentes und Obrist Imre D. blieb Kommandant desselben. Im Jahr 1733 bat er um die Verleihung eines neu zu errichtenden Husarenregimentes und der Hofkriegsrat gab ihm mit Erlaß vom 23.9.1733 die Zusicherung, man werde bei Errichtung neuer Regimenter auch ihn wohl berücksichtigen; er erbot sich dann selbst ein HR zu werben, allein dieser Plan kam nicht zur Ausführung.

Im nächsten Jahr wurde ihm daß durch den Tod des Inhabers FML Franz Frhr. von Czungenberg, der beim Übergang des Oglio starb, erledigte HR, dessen Kommandant Imre bisher gewesen, war mit Patent und Dekret vom 2.5.1735 verliehen.

Zum Kommandanten des Regiments wurde gleichzeitig Graf Ferencz Nádasdy, der später berühmte Husarengeneral und Träger des Großkreuzes des Maria-Theresia Orden ernannt.

Imre blieb mit seinem Regiment in Italien, marschierte im Herbst durch das Pustertal nach Kärnten, da die Versorgung in Tirol unmöglich geworden war. Die durchrittene Strecke war seit Kaiser Maxmilian von keinen Truppen mehr beschritten worden. Das Regiment war inzwischen auf knapp 350 Mann geschmolzen sodaß es in Kärnten durch Neuzugänge ergänzt werden mußte.

Der beschwerliche Zug durch das Pustertal findet auch Erwähnung in einem Dankesbrief, den Imre an seinen Protégen Prinz Eugen v. Savoyen schrieb:

Durchlauchtigster Fürst! Gnädigster Fürst, und Herr, Herr,

Nachdem Euere hochfürstliche Durchlaucht meine für Allerhöchstihre kaiserliche Majestät viele Jahre durch treu-eifrigst geleistete Kriegsdienste zu considieren wollen, und ich daher niemand Anderem als Gott und Eurer/hochfürstlichen Durchlaucht zu danken, daß das löbliche Czungenbergische Husaren-Regiment erhalten, also habe ich für diese so sonderbare hochfürstliche Gnade hiermit meine schuldigst unterthänigste Danksagung abstatten, auch anbei bitten wollen Eure hochfürstliche Durchlaucht belieben dessen so lange Verschiebung von darum nicht ungnädig anzusehen, weil wir bis auf den tirolschen Confienien stets mit dem Feind und so ford bis hierhin mit continuierlichem marschiren occupiert gewesen, sonst aber gnädigst dafür zu halten, daß ich meine noch übrigen Kräfte und Blut zur Continuierung Allerhöchstihrer kaiserlichen Majestät treueifrigen Dienste zu sacrifizieren und für Euer hochfürstliche Durchlaucht auch herzugeben ferners hin begehre; der mich hiermit zu beharrlichen hochfürstlichen Hulden und gnädigster Protektion unterthänigst gehorsamst empfehle und in schuldigster Submission bis in den Tod verharre.

Euer hochfürstlichen Durchlaucht unterthänigst gehorsamster Diener

Lienz, den 14 Julii 1735

Emericus Dessewffy (pp) , Obrist

Nachdem er hierauf am 2.9.1735 zum Generalfeldwachtmeister (GFWM) befördert, sein Generlaspatent aber vom 25.3.1735 datiert worden war und er also den Rang vom 29.3.1735 als GFWM erhalten hatte, rückte Imre mit seinem Regiment wieder nach Italien. Nach dem Separatfrieden mit Frankreich zog die Armee gegen Mantua, das von Spaniern belagert wurde. Als die Husaren vor der Stadt erschienen, ergriffen die Spanier die Flucht und wurden von den Husaren verfolgt. Imres Regiment machte 1116 Gefangene und erbeutete ein großes Magazin in Bologna.

Auch der spanische Marquis Castellar floh mit 2500 Grenadieren und Musketieren bei Piestorio als sich die Husaren näherten.

In diesem Feldzug erbrachte der Regimentskommandant Ferencz Nádasdy eine seiner berühmtesten Kriegstaten, als er mit 300 Husaren am Po eine starke spanische Reitereinheit zerschlug, mehr als 800 Gefangene machte und zwei Trophäen, nämlich zwei silberne Trompeten erbeutete. Die eigenen Verluste betrugen lediglich 19 Mann. 

Am Winteranfang bezog das Regiment mit 811 Mann und 627 Pferden Quartier in der Gegend von Pozzollo. Nach dem Waffenstillstand im Januar 1736 blieb das Regiment in der Lombardei.

Imre D. starb während eines Urlaubs am 16.4.1739 in Eperjes (Presov). Er wurde 71 Jahre alt und war ungefähr 51 Jahre in der Armee, davon 48 Jahre im aktiven Dienst.

Er war mit Elizabeth Berthót verheiratet, Datum der Eheschließung ist nicht bekannt. Aus der Ehe stammen die Söhne Ferencz, István und Joseph, die alle auch Offiziere wurden und Tochter Anna-Maria. Seine Ehefrau erhielt Witwenrente bis zu ihrem Tod am 5.5.1743.

Sein Grundbesitz war in den Komitaten Abáuj, Zemplin und Saris (Ostslowakei).

Sein Hauptwohnsitz war Krivany (südöstlich von Stará Lubovna, Ostslowakei).

Imre ließ in der Kirche bei den Sieben Linden in Krivany eine Gruft errichten, die als Grablege der Familie diente.

Da Anfang des 18. Jh. noch zwei andere Dessewffys mit dem Vornamen Imre in denselben Husarenregimentern dienten, ist die richtige Zuordnung der archivalischen Dokumente ziemlich schwierig. Daten, die nicht verifiziert werden konnten, sind deshalb in dem oben beschriebenen Lebenslauf nicht erwähnt worden.
 
 


Adam Frhr. Dessewffy von Czernek und Tarkeö

k.k. Obrist-Lieutenant

Er war wohl der tapferste und schneidigste aller Dessewffy Offiziere, was ihm allerdings auch zum Verhängnis wurde.

Sein Geburtsdatum ließ sich nicht ermitteln. Da seine Eltern 1699 heirateten und sein (jüngerer) Bruder Samuel 1711 geboren wurde, müßte Adam um 1705 zur Welt gekommen sein. Auch wann er in die Armee eintrat ist nicht belegt. Wenn wir davon ausgehen, daß er wie andere Dessewffys auch im Alter von 18 Jahren Soldat wurde, wäre das um das Jahr 1723 herum. In Anbetracht dessen, daß er 1739 schon als Obristwachtmeister im Hus. Reg. Baranyai (später Nr. 8) geführt wurde, könnte dieses Datum einigermaßen zutreffen. Kommandant dieses Regiments war bis 1734 sein Onkel Imre. Im Rang eines Obristwachtmeisters kam er noch 1739 zum Husarenregiment Dessewffy (später Nr. 3).dessen Inhaber bis 1742 sein zweiter Onkel István war! Hier legte Adam im österreichischen Erbfolgekrieg besondere Tapferkeit an den Tag. 1744 stand sein Regiment im Korps Nádasdy in Böhmen. 

Letzerer berichtet über Adam aus Mitrowitz den 4.10.1744 : 

"..der 4 feindlichen Eskadronen entgegengeschickte Obristwachtmeister Dessöffy nahm 1 Rittmeister, 2 Wachtmeister, 3 Kornetts, 3 Trompeter und 83 Mann gefangen und erbeutete noch 111 Pferde. Der feindliche Oberst János ist gefallen. Das Regiment hatte 2 Tote und 5 Verwundete...".

Am 16.10 berichtet derselbe General aus Csiska:

"...des Festetics - Regiments Obristwachtmeister von Desöffy hatte Gestern ein in Mültschin gestandenes feindliches Detachement von 300 Husaren recontriert, angegriffen und hiervon viele getötet. 1 Lieutenant und 16 Mann gefangen und 25 Pferde eingebracht..."

Adam avancierte in diesem Jahr zum Oberstlieutenant. Nach der Schlacht bei Hohenfriedberg am 4.6.1745 erhielt der damalige Regimentsinhaber FML Festetics den Auftrag mit seinem Regiment die Grafschaft Glatz und das Fürstentum Schweidnitz zu besetzen. Adam Dessewffy schickte die Meldung daß er ein feindliches Kommando unter Anführung des preussischen Oberstlieutenant Schütz bei Horzig gefunden, angegriffen und in die Flucht geschlagen. 93 Mann und beinahe alle Offiziere wurden gefangengenommen, der feindliche Kommandant von Adam getötet.

Im selben Monat erhielt Dessewffy den Befehl den Bunzlauer Kreis zu beobachten. Sein Kommando bestand aus 200 Husaren des HR Festetics, 109 Mann der Trenk´schen Panduren, 280 Mann zu Fuß, gesamt 940 Mann. 

Am 25.8. stieß Adam bei Dubentz auf ein feindliches Detachement von 200 Pferden, griff an, warf es über den Haufen, machte 1 Major, 1 Lieutenant und 39 Mann Gefangene und erbeutete 45 Pferde. Weiter hob er einen Transport auf, der aus Braunau dem Feind zugeschickt wurde, nahm dabei 135 Pferde weg und machte 2 Lieutenants und 50 Mann Gefangene.

Am 26.8. überfiel er feindliche Fouragierer, machte 4 Offiziere und 3 Mann gefangen und erbeutete 96 Pferde.

Als am 29.8. der preussische Generalleutnant Geßler mit 6 Batallions und 10 Eskadronen gegen Dubenetz zog, folgte ihm Adam zur Seite bis Jitschin, von wo er zurückgerufen wurde, um mit dem Korps gegen Neustadt zu rücken, welches Graf Nádasdy am 9.9. angreifen ließ, aber beim Herannahen eines starken feindlichen Korps am 12.9. sich zurückziehen mußte. 

Adam führte noch schnell eine glückliche Unternehmung aus indem er bei Czerkowitz feindliche Fouragiere überfiel, einige Gefangene machte und die requirierten Lebensmittel mitnahm.

Schon am 18.9 hatten die Preussen die Gegend von Josefstadt geräumt und zogen gegen Trautenau. Adam verfolgte mit seinen Husaren ihre Nachhut und schweifte bis Soor. 

Die verbündete Armee stand am 26.9. bei Königinhof. Adam war unterdessen bei einem Streifzug am 22.9. bei Wildschütz auf einen von Schlesien kommenden Versorgungskonvoy gestoßen, hatte dessen Bedeckung zerstreut, 2 Offiziere und 46 Mann gefangen genommen und Wagen mit Pferden erbeutet. Am folgendem Tag wollte er sich bei Trautenau eines anderen Konvoys bemächtigen, wurde jedoch von der herbeigeeilten Unterstützung mit Verlust von 12 Husaren zurückgeworfen. Gegen Adams Willen steckten dann die ihm zugeteilten Panduren 2 Dörfer in Schlesien in Brand. 

Mit seinem Detachement konnte Adam an der Schlacht bei Trautenau nicht teilnehmen, er kam mit seinem Kommando zu spät. Er ließ jedoch 200 Verwundete welche auf dem Schlachtfeld lagen auf Husarenpferde setzen und rettete sie so vor der Gefangenschaft.

In den preussischen Relationen dieses Jahrgangs wird Adam als eines "berühmten Partheigängers" gedacht. In einem Rapport von Oberstlieutenant Tarquini wird über Adams Tod am 9.11.1745 berichtet: 

"...nachdem Oberstlieutenant Dessewffy erfahren hatte, daß die Preussen sich bis Kunzendorf ausgebreitet hatten, habe er sich entschlossen den Feind zu überfallen. Er warf denselben mit großem Verlust aus der besetzten Ortschaft, aber eine Kugel traf den Oberstlieutenant Adam D. an dem wir einen der besten Husarenoffiziere verloren haben, von dem man sich große Dienste auch in der Zukunft versprochen habe.....".

Die Heldentaten des Adam Desewffy blieben - auch in höchsten Kreisen - noch viele Jahre in Erinnerung.

In der Urkunde, datiert am 17.3.1775 (also ganze 30 Jahre nach Adams Tod!), mit der sein jüngerer Bruder Samuel von Kaiserin Maria Theresia in den Grafenstand erhoben wurde steht:

"...Frater tuus Adamus Dessewffy, Nadasdiae legionis vicecollonellus, occubuit, sangvinemque suam quem saepius in arduis occasionibus prodigaliter fuderit, tandem effundit..."

Übersetzt (sinngemäß) :

"...Dein Bruder, Adam Dessewffy, des Nádasdyschen Korps Obristlieutenant ist gefallen und sein rotes Blut, daß er oft in hitzigen Gefechten vergossen hat, ist nun endgültig ausgeflossen..."

Adam wurde also nur ungefähr 40 Jahre alt und war unverheiratet. Mit ihm starb dieser Familienzweig aus.
 
 


József, Graf Dessewffy de Margonya 

k.k Feldmarschall - Lieutenant

Geboren um 1702 in Drienov (bei Presov, Ostslowakei). Wann er in die Armee eintrat ist nich genau bekannt. Jedenfalls wurde er im Husarenregiment Nr.3, dessen Inhaber sein Onkel István, Frhr.Dessewffy war, 1735 bereits als Rittmeister geführt.

1739 war er Obrist-Wachtmeister. in dem genannten Regiment und muß noch in demselben Jahre zum Obrist-Lieutenant befördert worden sein, da er in den Protokollen vom Ende des Jahres 1739 schon in dieser Charge erwähnt wird.

Mit dem Regiment nahm er 1735 unter Prinz Eugen an dem Feldzug am Rhein teil, dann in Friedensgarnison in der Lombardei und dem Banat. 1737-39 unter dem Regimentskommandanten Graf Festetics bei der Eroberung von Bagna-Palánka und später in der Schlacht bei Grocka, wo das Regiment über 150 Mann verlor. Nach einiger Zeit in Garnison in Temesvár und Pest rückte József 1741 nach Schlesien wo er an Streifzügen teilnahm.

Anfang Juli 1742 wurde er vom Grossherzog von Toskana zum Obristen bei dem Husarenregiment Nádasdy, (später Nr.9) befördert. Der Grossherzog schrieb darüber an seine Gemahlin, die Königin Maria Theresia aus seinem Husarenquartier Königsaal in Böhmen am 7.7.1742:

"... mir ist hiermit der unter dem Dessewffy´schen Husaren Regiment bisher gestandene Obrist-lieutenant dieses Namen seiner langjährigen geleisteten Feldkriegsdienste und besitzenden stattlichen Militär-Experiencen, auch anderer guter Qualitäten halber von meines Bruders, dem Prinzen Karls Liebden insbesondere angerühmt und von dem Obrist-Feldwachtmeister Grafen Nádasdy, da dessen unterhabenden Regiments Obristen Skerlez seines alterlebt und kränklichen Zustandes halber ferners zu Feld zu dienen fast außer Kräften sich befindet, zu solchem seinem Husaren Regiment als Commandant auszustellen sich ausgebeten worden. Ich habe daher keinen Ausstand genommen .(.?.) Dessewffy qua Obristen kriegsgebräuchlich supplicieren zu lassen, Euere Majestät und Liebden Anmut ersuchen desweiteren Dero Hofkriegsrat gnädig zu verordnen, auf das ihm, Dessewffy, das gewöhnliche Obristen Patent samt dem zum Nádasdy´schen Regiment erforderlichen Ausstellungsdekret ehestens ausgefertigt werde...."

Das Obristen Patent samt dazugehörigen Dekreten und Intimationen wurde zwar erst im November 1742 angefertigt, aber das Patent zum 1.7.1742 datiert, d.h. Obrist Dessewffy erhielt den Rang von dem genannten Tag an. Aus dem Patent ist ersichtlich, daß Dessewffy schon in frühen Jahren in die Armee eintrat und die während dieser Zeit vorgenommenen Feldzüge mitmachte, ferner geht aus einem Protokollauszug vom Jahr 1741 hervor, daß er sich im Juli des genannten Jahres in preussischer Gefangenschaft befand. Das erwähnte Obristen Patent für den Obrist-lieutenant vom Dessewffy´schen Regiment lautet:

Maria Theresia etc., etc,

...das Wir Unsren (Titel) Dessewffy und dessen gehorsamtes Bitten und in gnädigster Ansehung seines Uns und Unsrem durchlauchtigstem Erzhaus von mannbarer Jugend an bis dahero, folglich durch lange Jahre bei den fürgewesten sowohl Reichs - als französischen, spanischen und Türkenkriegen geleisteten getreuen, tapferen und ersprießlichen Feldkriegsdienste, bei allen vorgefallenen Operationen erwiesene Herzhaftigkeit und Prudenz inmit im Kriegswesen erworbenen Experienz und anderen ihm beiwohnenden rühmlichen Eigenschaften, wie zumalen aus dem in ihn setzenden Vertrauen zu Unsrem wirklichen königlichen Obristen zu Pferd gnädigst ernannt und erhoben haben. - usw-

Wien, den 1.Juli 1742

Als Kommandant des Husarenregiments Nádasdy machte er die weiteren Feldzüge des österreichischen Erbfolgekrieges bis zu seiner im Januar 1744 stattgefundenen Beförderung zum GFWM mit. 

Sein Regiment war 1742 an der Erstürmung der Stadt Písek in Südböhmen beteiligt. Die Geschichte ist erwähnenswert.

Das Regiment wurde am 8.Juni nach Písek vorausgeschickt, welches der französische Obristlieutenant Arras mit 500 Mann besetzt hielt. Auf die Aufforderung zur Übergabe erwiderte dieser, daß sich die Besatzung nie an Husaren ergeben würde (!) Ein Teil der Husaren saßen ab um Písek anzugreifen. In diesem Augenblick erschien General Trips mit dem Regiment von Selibow, die Husaren sprangen sofort von den Pferden, erbrachen die Tore und besetzten die Stadt wo sie ein großes Magazin und viel Gepäck erbeuteten, ohne einen einzigen Mann zu verlieren. An Gefangenen machten sie 40 Stabsoffiziere und 500 Mann. Am 11.6. kam dann die ganze Armee nach Písek, während die Franzosen, von den Husaren verfolgt, Beraun erreichten. Auf diesen Märschen erbeuteten die Husaren die Privatkasse Marschall Broglio`s und eine Menge Gepäck der Offiziere und bedrängten die Franzosen so sehr daß diese fast 5.000 Mann an Gefangenen und Entwichenen verloren.

Später nahm das Regiment an der Belagerung von Prag teil, rückte dann in die Oberpfalz und unter Herzog von Lothringen 1743 an den Rhein, wo es in den Gefechten bei Landau und Esslingen zum Einsatz kam.

Das GFWM Patent für József D., Kommandanten des Nádasdy´schen HR, wurde, obwohl die Beförderung schon mit Hofkriegsrätlichem Erlaß vom 10.1.1744 bekannt gemacht wurde, vom 13.2.1744 datiert, d.h. Dessewffy erhielt den Rang als GFWM vom 13.2.1744. 

Noch in demselben Jahr wurde Dessewffy dessen Anstellung bei der Armee in Italien von dem FM Fürst Lobkowitz beantragt und genehmigt worden war 

"... weil die Anstellung eines tüchtigen Generals bei den Husaren in Italien nöthig sei..."

mit Patent vom 26.7.1744 zum Obrist-Inhaber des erledigten Husarenregiments Hávor (später Nr.4), welches damals in Italien stand, ernannt. 

In einer vom Grafen Daun erfaßten Liste über sämtliche k.k. Generäle vom Jahre 1745 wird der GFWM Dessewffy als ein tüchtiger, für die Husaren besonders geeigneter Offizier bezeichnet.

Da sein neues Regiment Anfangs in Italien eingesetzt war, hatte er einen langen Weg vor sich. Bereits am 9.2.1746 zeichnete sich sein Regiment unter Obrist Tallián aus, als 200 Husaren bei S. Angiolo die spanische Nachhut überfiel und 271 Mann mit 7 Offizieren gefangennahm. Es ist bekannt, daß das Regiment damals vorzügliche andalusische Pferde besaß, die es vornehmlich von den Spaniern erbeutet hatte.

Im Juli 1746 focht das Regiment bei Piacenza und trug durch seine ungestüme Attacken maßgeblich zur Niederlage der zahlenmäßig überlegenen vereinigten Franzosen und Spanier bei.

Ende 1746 nahmen 4 Eskadronen des Regiments an dem Feldzug in die Provence teil. Das ganze Regiment hatte damals nur noch 646 Mann, war aber immer noch das stärkste Husarenregiment vor Ort.

Die Dessewffy Husaren kämpften bei Antibes und Cannes und zogen sich Ende des Jahres in Winterquartiere in der Lombardei zurück. Nach dem Frieden geschlossen wurde, zog das Regiment in Friedensgarnison nach Ungarn. Einige Jahre Frieden war den Husaren gegönnt.

Ab 1757 nahm das Regiment am Siebenjährigen Krieg mit Preussen teil. Inzwischen hatte sich die Taktik geändert und die Husaren wurden in großen Schlachten nicht mehr als komplette Regimenter eingesetzt. Es ist deshalb schwierig festzustellen, wo überall Husaren des Dessewffy Regiments gekämpft haben. Jedenfalls nahmen Eskadronen an den Schlachten bei Prag, Kolin, Görlitz, Breslau und Leuthen teil.

1758 war das Regiment in Mähren, nahm unter den Truppen von Feldmarschall Daun an den Gefechten bei Holitz, Mürau, Nachod und Bischofswerda, später auch bei Hochkirch teil. Einige Offiziere wurde für ihren Einsatz mit hohen Orden dekoriert.

Ende des Jahres im Korps Loudon, kämpften sie bei Cotbus, Hojerswerda, Arnsdorf, Hochkirchen und Dresden. 

Bei der Musterung am 10.1.1759 in Seestadt hatte das Regiment folgenden Stand:

17 Stabsoffiziere,
36 Offiziere
70 Unteroffiziere
579 berittene und 199 unberittene Gemeine
12 Fouriere, 10 Trompeter, 9 Schmiede

Erst Mitte 1759 brach das Regiment in die Lausitz auf. Bei Beuthen gelang ihm eine glänzende Attacke bei der 513 Mann und einige Offiziere der Preussen gefangen wurden. Ende des Jahres stand es dann bei Dresden. Anfang 1760 nahm es an dem Gefecht bei Cölln teil, bei dem ein preussischer General, viele Offiziere und 1.659 Mann gefangen wurden. Das Regiment verlor dabei nur 13 Husaren und Pferde.

Die Preussen bemühten sich durch Flugblätter in ungarischer Sprache Husaren des Regiments abzuwerben - ohne Erfolg! Dagegen kamen viele desertierte Preussen und Lubomirski Husaren, die im Regiment aufgenommen wurden (was ursprünglich untersagt war, aber aufgrund der hohen Verluste an Mannschaft nun toleriert wurde).

Im Korps Beck gelang es dem Regiment am 19.2.1760 bei Torgau durch sein Eingreifen zur rechten Zeit sich maßgeblich am Erfolg der Österreicher zu beteiligen.

Im Herbst kämpfte dann das Regiment bei Hohenfriedberg, wo Major Pletrich, dessen Pferd unter ihm erschossen wurde, nebst 5 Husaren die ihn verteidigen wollten, in Gefangenschaft geriet. Nach seiner Freilassung wurde er 1763-72 Regimentskommandant des Husarenregimentes Török (1775 aufgelöst).

Im August 1761 beim Marsch über Leubus, wo sich Österreicher und Russen vereinigen wollten, kam das Regiment in einen Hinterhalt und verlor 1 Rittmeister und 100 Husaren. Nach Beendigung des Krieges zog das Regiment in Friedensgarnison nach Norditalien.

Nach dem Ende des österr. Erbfolgekrieges trat József D. nicht mehr besonders hervor. Als im Jahr 1754 nach langen Jahren wieder ein Generals- Agregement stattfand, wurde auch er aufgrund der Allerhöchsten Entschließung vom 12. und 29.6.1754 zum FML befördert. Er erhielt den Rang vom 31.7.1752 und somit wurde nach damaliger Sitte das im August 1754 ausgefertigte Patent vom 31.7.1752 datiert. Infolgedessen findet sich hier und da die irrige Angabe, Dessewffy sei schon 1752 zum FML befördert worden. 

In den Akten und Protokollen aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges wird er zumeist nur in Verbindung mit solchen Angelegenheiten genannt, welche sein Regiment betreffen.

Am 20.12.1754 wurde Jószef für seine Verdienste von Maria Theresia in den Grafenstand erhoben, der auch für seine Nachkommen galt. Eine Verbesserung seines Wappen erfolgte jedoch nicht.

Er starb am 29.6.1768 während eines Urlaubs auf seinem Gut Somos im Sároser Komitat nach 33 Jahren Dienst. Er wird zwar in den Akten der späteren Jahre wiederholt genannt, aber nur aus dem Grunde, weil sein Bruder Thomas, Beisitzer der Sároser Komitats-Tafel, noch Forderungen für gemachte Lieferungen an das Husarenregiment, dessen Inhaber Joseph gewesen war, zu stellen hatte.

Jószef, Graf Dessewffy besaß im Komitat Sáros (Ostslowakei) die Güter Keresztes (Chmelov, nordöstlich von Presov), Somos (Drienov, südlich Presov) und ein Stadtpalais in Presov. Er war mit Christine Usz verheiratet, die bereits vor ihm 1766 gestorben war. Aus der Ehe stammen Sohn Ferencz und Jószef-Imre, der jedoch schon am 30.3.1734 in Eperjes (Presov) starb, sowie drei Töchter.
 
 


Ferencz, Graf Dessewffy de Margonya

k.k. Obrist-Lieutenant

Geboren 1728 in Komlós-Keresztes (Chmelov), Sohn des oben genannten József. Im Alter von 18 Jahren finden wir ihn bereits im Husarenregiment Trips, wo er bis zur Auflösung des Regimentes 1748 diente. Danach im Regiment seines Vaters József (später HR Nr.4) als Kapitän. 1751 wurde er zum Obrist-Wachtmeister befördert und rettete sich im Mai 1757 mit Obrist Inkey in das belagerte Prag. Am 6.4.1755 wurde er zum Obristlieutenant befördert und gleichzeitig zum Infanterieregiment Nikolaus Esterházy (das spätere Nr.33) versetzt. Beim Feldzug in Schlesien starb er am 22.11.1757 vor Breslau durch eine Kanonenkugel. 

Er war mit Ludmila Ghymesi, Gräfin Forgách verheiratet. Sie hatten nur einen Sohn, der am 14.2.1820 in Siebenbürgen kinderlos starb. Mit ihm starb dieser Grafenzweig Dessewffy aus.

Ludmila heiratete elf Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes 1768 den Grafen István Esterházy.
 
 


Arisztid, Graf Dessewffy de Margonya

General der ungarischen Honvéd Truppen


Geboren am 6.7.1802 in Csákany, Komitat Abaúj/Torna, stammte er aus der lutheranischen Margonya-Linie und war Großenkel des András D.

Verheiratet war er mit seiner Cousine Antonia Ujházy. Ihr einziger Sohn diente auch als Offizier in der k.k. Armee. Ehefrau und Sohn starben jedoch bald.

Arisztid diente 20 Jahre als Offizier, zuletzt beim Husarenregiment Nr.5 in Italien unter Oberbefehl des Fürsten Liechtenstein. 1839 ging er als Hauptmann in Ruhestand und zog sich auf seine Güter zurück.

Während der Revolution 1848, als Ungarn durch die Armee des kroatischen Banus Jellacicz bedroht wurde, stellten die Ungarn ein eigenes Heer auf, dem man den Namen "Honvéd" (Nationaltruppe) gab. Führer des ungar. Aufstandes war Lájos Kossuth. Arisztid trat in die Truppe als Offizier ein und kämpfte unter Graf Slik in der Ostslowakei. Er befehligte zuerst die Kavallerie der Aufständischen und wurde dann

Oberbefehlshaber des 9. Korps. Die Honvéd Truppen waren insgesamt ca. 170.000 Mann stark. Nach anfänglichen Erfolgen gegen Jellacicz verbündete sich Russland unter Zar Nikolaus I. mit den Habsburgern. Die russische Armee mit 130.000 Mann marschierte über Galizien nach Oberungarn, General Julius v. Haynau mit 80.000 Österreichern von Westen und Banus Jellacicz mit ca. 35.000 Mann rückten gegen die Ungarn vor. Gegen diese Übermacht konnten sich die Honvéd Truppen nicht halten. Sie verloren am 9.8.1849 die Schlacht bei Temesvár, bei Szörreg und ergaben sich schließlich am 13.8.1849 bei Világos den russischen Streitkräften. Diese lieferten die höheren Offiziere an die Österreicher aus.

Arisztid hatte während der Kampfhandlungen am 5.7.1849 nach einmonatiger Verlobung nochmals geheiratet. Seine 2. Frau war Emma Merse Szinyei.

490 ungarischen Offizieren wurde der Prozess gemacht. Vorsitzender des Kriegsgerichtes war General J. von Haynau, der blutige Rache nahm. Ursprünglich wurden 231 Todesurteile ausgesprochen. Nach Intervention der russischen Heeresleitung wurden nur 13 vollstreckt. Arisztid Frhr. Dessewffy war unter den todgeweihten. Die Fürbitte seines ehemaligen Vorgesetzten Fürst Liechtenstein erbrachte nur die Abänderung des Urteils von Erhängen zum Erschießen.

Arisztid starb in Arad am 6.10.1849 unter den Kugeln des Erschießungskommandos.

Seine sterblichen Überreste ruhen in der Krypta der lutheranischen Kirche in Margonya (Marhan, Ostslowakei). Nach der Machtübernahme durch die Komunisten in der Slowakei 1948 wurde die Krypta leider aufgebrochen und geplündert, wobei die wertvollen Grabbeigaben, Prunksäbel und anderes, entwendet wurden.

Sein Portrait, gemalt von Than Mór, befindet sich im Kollegium zu Presov.
 
 


Lájos (Louis-César-Hyacinthe-Auguste, comte Dessewffy

französischer Obrist-Lieutenant der Husaren

Geboren am 8.5.1767 war er der Jüngste von drei Brüdern. Sein Vater war Károly-Mária Dessewffy, Brigadier und Maréchal du Camp bei den französischen Husaren, der in Villnose, Dept. Meuse lebte. Mit 15 Jahren finden wir Lájos 1782 als adeligen Kadett (gentill-homme) im Heer des französischen Königs. Später wird er Lieutenant und Colonel-Genéral eines Husarenregimentes. 

Am 14.7.1797 wird er Hauptmann des Polignac Jägerregimentes.

Auch er kehrte aufgrund einer königlichen Erlaubnis 1798 nach Ungarn zurück, diente dann im Liechtensteinschen Husarenregiment Nr. 7 im Rang eines Kapitäns, das heißt in einem niedrigeren Rang als er in Frankreich hatte. Dieser Umstand veranlasste ihn vielleicht, daß er wie sein Bruder Ferencz 1809 nach Frankreich zurückkehrte. Er diente danach in der Armee Napoleons, kam zu großen Ehren und erhielt den Orden der Ehrenlegion (Légion d`honneur) und wurde Ritter des St.Louis-Orden. Am 3.6.1816 heiratete er Anne-Marie Richard. Ihr einziger Sohn führte den Familienstamm fort.

Seine Heldentaten während des Feldzuges nach Russland wurden von den zeitgenössischen Schriftstellern hoch gepriesen.

1829 setzte sich Lájos im Rang eines Obrist-Lieutenants zur Ruhe. Er starb am 23.10.1842 in Chalons-sur-Marne

Mit den Revolutionsjahren 1848/49 endet die Ära der Dessewffy Offiziere. Es ist bemerkenswert, daß in den folgenden Jahren keiner der männlichen Familienmitglieder mehr als Berufsoffizier im kaiserlichen Heer zu finden ist. Einige wurden berühmte Politiker, die in Ungarn die konservative Politik vertraten, die übrigen verwalteten ihre Güter oder arbeiteten in zivilen Berufen.

Quellen:

  • Akte Nr. K. A. 467 Dessewffy, Kriegsarchiv Wien, 1902
  • Eble Gábor, A cserneki és tarkeöi Dessewffy család, Budapest, 1903
  • Siebmachers Wappenbuch, Band 33, ungarischer Adel, Neustadt a. Aisch, 1982
  • Márian Cizmár, Kalazanského zbozne skoly v Sabinove, Presov, 2001
  • Treuenfest, Gustav Ritter Amon v., Geschichte des k.u.k Husarenreg. Nr. 3, Wien, 1893
  • Treuenfest, Gustav Ritter Amon v., Geschichte des k.u.k.Husarenreg. Nr. 4, Wien, 1903
  • Treuenfest, Gustav Ritter Amon v., Geschichte des k.u.k.Husarenreg. Nr. 8, Wien, 1880
  • Wrede, Alphons, Frhr. v., Geschichte der K.u.K. Wehrmacht, Wie, 1898 -1905
 
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