Guasco, Franz Graf
um 1712 - 23. März 1763 Königsberg, k. k. Feldzeugmeister.

Der aus piemontesischer Familie stammende G trat zuerst in russische Dienste und nahm an mehreren Feldzügen teil. Im Juli 1752 wurde G als Generalmajor in kaiserlichen Dienst übernommen. Kurz vor dem Siebenjährigen Krieg inspizierte er die mährisch-böhmische Grenze. Dem hier gesammelten Wissen verdankte er zu Beginn des Krieges seine Ernennung zum General-Quartiermeister der Armee. G focht bei Kolin, Breslau, Moys und nahm an der Belagerung von Schweidnitz teil. Im Januar 1758 wurde er zum Feldmarschall-Leutnant befördert und mit dem Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens ausgezeichnet. 1759 führte G erfolgreich die Verhandlungen zur Übergabe Dresdens. 1760 leitete er mit großer Umsicht und Entschlossenheit die Verteidigung von Schweidnitz, die ihm selbst die Anerkennung Fs. eintrug. Nach der Übergabe der Festung wurde auch G kriegsgefangen. Maria Theresia ernannte ihn trotzdem zum Feldzeugmeister und verlieh ihm das Großkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens. G starb in Königsberg in Gefangenschaft noch vor Ende des Krieges.

Lit.:  Allgemeine Deutsche Biographie, Band 10, Leipzig 1879.
        Hirtenfeld, Joseph: Der Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder, Wien 1857.

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