Giannini, Ernst Friedrich Alexander Reichsgraf, Marchese Carpeneto Suavio
5. Juli 1719 in Schlesien - 7. März 1775 Wien, k. k. Feldmarschall-Leutnant, geheimer Rat und Direktor der Ingenieur-Akademie.

Aus einer modenesischen Familie stammend, trat G bereits früh in das Infanterie-Regiment Botta (Nr. 12) ein. Schnell avancierte er bis zum Oberstleutnant. 1756 wurde G bei Nachod verwundet und geriet in Gefangenschaft. Nach seinem Austausch erhielt er die Versetzung zum Genie-Korps und im April 1757 seine Beförderung zum Oberst. 1758 gelang es ihm, in das durch die Preußen belagerte Olmütz einzudringen. G leistete bei der Verteidigung der Festung wichtige Dienste und wurde dafür mit dem Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens ausgezeichnet. 1759 bis 1762 wirkte G als General-Quartiermeister im Korps des General Laudons und wurde 1760 Generalmajor. 1762 blieb G freiwillig zu Verteidigung der Festung in Schweidnitz, deren Besatzung sich bis zum letzten verteidigte, schließlich jedoch kapitulieren mußte. Wiederum in Gefangenschaft, erhielt G noch vor seinem Austausch mit Ende des Krieges das Großkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens und seine Ernennung zum Feldmarschall-Leutnant. Nach dem Krieg wurde G Direktor der Wiener Ingenieur-Akademie.

Lit.:  Allgemeine Deutsche Biographie, Band 9, Leipzig 1879.
        Hirtenfeld, Joseph: Der Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder, Wien 1857.

Inhalt
Übersicht Biographien
Zu den Zeitgenossen