Beck, Philipp Lewin Freiherr von
um 1720 - 23. Januar 1768 Wien, k. k. Feldzeugmeister.

1739 nahm B gegen die Türken an seinem ersten Feldzug teil und kämpfte in den folgenden Jahren in Böhmen, Schlesien und Bayern. 1745 wurde er Major im Suluiner Grenz-Infanterie-Regiment und zeichnete sich in den folgenden Jahren mehrmals als Streifkorpsführer sowie 1747 bei Raucoux und Laffeld aus. 1754 wurde B Oberst und Kommandant des Slavonischen Broder Grenz-Infanterie-Regiments. Zu Beginn des Siebenjährigen Krieges war B bereits Generalmajor und erhielt selbständige Kommandos über leichte Truppen, mit denen er bei Prag und Kolin focht, wobei er nach der Schlacht bei Kolin die preußischen Truppen energisch verfolgte. Nach der Schlacht von Breslau gelang ihm die Gefangennahme des kommandierenden Herzogs von Bevern, durch die Übergabe Breslaus an die Preußen ereilte ihn jedoch das gleiche Schicksal. Ausgewechselt, wurde B 1758 zum Feldmarschall-Leutnant befördert. Während des Feldzuges von 1759 zeichnete sich B mehrmals aus, so gelang ihm die Gefangennahme der Besatzung von Greifenberg unter Diringshofen. Wesentlichen Anteil hatte er auch an der Gefangennahme des Korps des Generals von Diericke bei Meißen am 3. Dezember. Für seine Verdienste erhielt B 1760 das Großkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens. Nach dem Krieg wurde B 1763 Feldzeugmeister und kommandierender General der Warasdiner Militärgrenze. Hier erwarb er sich Verdienste bei der militärischen Organisation und Verwaltung dieser Länder. 1766 wurde er in den Freiherrrenstand erhoben.

Lit.:   Allgemeine Deutsche Biographie, Band 2, Leipzig 1875.
        Hirtenfeld, Joseph: Der Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder, Wien 1857.

Inhalt
Übersicht Biographien
Zu den Zeitgenossen