Ludwig Ritter von Benedek, k.u.k Feldzeugmeister (FZM)


Geboren am 14.7.1804 in Oedenburg (heute Sopron, Ungarn), wo sein Vater als Arzt beschäftigt war. Zu seines Vaters Patienten gehörte zu dieser Zeit auch der - später berühmt gewordene-  FM J. Radetzky. Wahrscheinlich waren es die Besuche Radetzkys in der Familie, die den jungen Benedek zur Wahl der militärische Laufbahn anregten.

Er trat in die Wiener Neustädter Militärakademie ein nach deren Absolvierung er als Fähnrich im IR Marquis Chasteler seine militärische Laufbahn begann. 1824 wechselte er zum IR Klopenstein Nr.47 als Unterlieutenant, wurde 1831 zum Oberlieutenant ernannt und 1833 zum General-Quartiermeister-Stab versetzt.
Mit der Armee in Italien, rückte er 1835 zum Hauptmann und 1840 zum Major beim IR Mariássy Nr. 37 und Generalkommando-Adjutant in Galizien auf.
Hier bewährte sich B. an der Seite des kommandierenden Generals Frhr. v. Recsay.
1843 zum Oberstlieutenant und 1846 zum Oberst befördert, zeichnete sich B. während der in Galizien ausgebrochenen Unruhen durch Mut und Umsicht aus. Bei
Gdów und Wieliczka zersprengte er die Aufständischen. Die Raschheit des Handelns im entscheidenden Augenblick verbunden mit Umsicht erwarb ihm in Galizien den Namen "der Falke von der Weichsel". Durch seinen mäßigenden Einfluss gelang es ihm, unnützes Blutvergießen zu vermeiden.
Für seine Verdienste in Galizien erhielt B. das Ritterkreuz des Leopoldordens.
1847 wurde B. Kommandant des IR Graf Gyulai Nr. 33, mit dem er nach Italien geschickt wurde.
Beim Ausbruch der Aufstände in Mailand lag sein Regiment in Pavia. Im wohlgeordneten Rückzug schloss er sich mit seinem Regiment am 31.5. der Brigade Wohlgemuth an mit der er in Mantua einrückte. Am 5.4. wurde ihm das Kommando einer Brigade anvertraut (5 Bataillone und 3 Eskadronen). Schon am nächsten Tag kam es zu Kampfhandlungen. B. wurde mit der Rekognoszierung der bei Marcia stehenden Piemontesen beauftragt. Als sein beabsichtigter Überfall des Feindes durch den Schuss eines Bauern vorzeitig verraten wurde, brach B. im Sturm in Marcia ein, machte mehrere Gefangene und trieb die Piemontesen über den Oglio zurück.
Am 29.5. erhielt B. den Befehl, Curtatone zu nehmen. Er leitete hier den letzten Sturm und führte seine Aufgabe mit militärisch richtiger Einsicht durch, ohne abzuwarten, bis die Division Schwarzenberg Mortara genommen, wodurch ihm der Angriff erleichtert, aber die Niederlage des Feindes geringer geworden wäre.
Für diese Waffentat wurde ihm am 14.6.1848 das Kommandokreuz des Leopoldordens und im Kapitel 1848 das Ritterkreuz des MTO verliehen. B. kämpfte dann in den letzten Schlachten gegen Sardinien, sein mutiges Vorgehen mit welchem er sich Mortara´s bemächtigte gab den Ausschlag zu dem Sieg vom 21.3.
Auch bei Novara tat er sich vor, so dass ihn FM Radetzky in seiner Schlachtenrelation unter den Ausgezeichneten nannte.
B wurde darauf am 4.4.1849 aussertourlich zum GM befördert, übernahm eine Brigade beim Reservekorps in Ungarn, mit der er sich bei den Kämpfen gegen die Aufständischen beteiligte.
Er zeichnete sich anschließend bei Raab und Komorn, Uj-Szegedin und Szöreg aus.
In diesen Gefechten wurde er 3 x verwundet.
Nach seiner Genesung wurde B. zum Inhaber des 28. Infanterieregiments ernannt und mit dem Militär-Verdienstkreuz ausgezeichnet. Er wurde darauf zum Chef der Generalstabs-Abteilung bei der II. Armee in Italien benannt.
 
(Das 28. IR , dessen Inhaber B. geworden war, nahm im 1. Weltkrieg ein tragisches Ende. Es rekrutierte sich damals aus Prag. 1915 versuchte ein großer Teil des Regimentes - überwiegend Tschechen - an der Karpatenfront  zu den Russen überzulaufen. Versehentlich gerieten sie jedoch an ein bayrisches Garderegiment, das die Überläufer sofort gefangen nahm. Das Regiment wurde dezimiert, d.h. jeder 10. Soldat standrechtlich erschossen, die Offiziere vor das Kriegsgericht gestellt. Das Regiment wurde aufgelöst, die Regimentsfahne im Arsenal deponiert).
 
B. wurde am 26.10.1852 zum FML ernannt, erhielt am 28.2.1857 das Kommando des II. Korps , am 14.3.1857 die Würde eines geheimen Rates, übernahm am 27.3. das Kommando des IV. und beim Ausbruch des Krieges 1859 jenes des VIII. Korps, mit welchem er an der Schacht bei Solferino ruhmvoll Anteil nahm. Durch seinen Einsatz konnten die Nachteile des unglücklichen Ausgangs dieser Schlacht wesentlich verringert werden.
Das VIII. Korps lag in der Nacht vom 23. auf 24.6. in Pozzolengo. B. war krank in Verona zurückgeblieben. Gegen Mitternacht traf B. jedoch bei seinem Korps ein, um es am nächsten Tag bei dem voraussichtlichen Zusammenstoß persönlich in den Kampf zu führen. Als B. gegen 6 Uhr die Nachricht vom Anrücken starker feindlicher Kolonnen auf der Straße von Rivoltella gegen Pozzolengo erhielt, befahl B. sofort den Aufmarsch in Gefechtsstellung. Die Angriffe der Vortruppen (Division Cucchiari und Mollard) wurde zurückgewiesen, dann rasch die Höhen von San Martino besetzt und wiederholte Angriffe der beiden Divisionen zurückgeschlagen, so dass der Feind um 10.30 Uhr an allen Punkten in die Ebene geworfen ward und eine längere Gefechtspause eintrat. Verfolgen konnte B. den Feind nicht, da er inzwischen Nachricht über den ungünstigen Verlauf der Schlacht bei Solferino erhalten hatte.
Kurz nach Mittag wurde das VIII. Korps von den Divisionen Mollard und Cucchiari in der Front, von den Divisionen Fanti und Durando in der linken Flanke erneut angegriffen, konnte sich aber durch offensive Vorstöße behaupten. Als gegen 16 Uhr der Befehl zum allgemeinen Rückzug hinter den Mincio eintraf, entschied B. nicht die vorteilhafte Position zu räumen, bevor nicht der Feind nochmals entschieden abgewiesen und auf diese Weise der Rückzug des V. und VII. Korps gedeckt und günstige Bedingungen für den eigenen Rückzug geschaffen waren. Nach einem bis gegen Abend anhaltendem Gefecht setzte sich B. persönlich an die Spitze der Angriffskolonnen, führte sie im Sturm vorwärts und warf die Piemontesen in die Ebene zurück. Erst nach 21. Uhr führte B. sein Korps in Ruhe und Ordnung nach Pozzolengo zurück und von da nach einstündiger Rast über den Mincio. Durch die Behauptung der Stellung am San Martino hatte B. das Vorrücken des Gegners auf der Straße von Cavallara und die Besetzung des Flussüberganges bei Valeggio verhindert, was sonst den Verlust des größten Teils des Trains verursacht hätte.
Auf Empfehlung des G.d.C. Grafen Schlik wurde B. am 17.10.1859 das Kommando-Kreuz des MTO verliehen.
 
Mehrere Städte, darunter Wien, ernannten B. zu ihrem Ehrenbürger. Am 27.11.1859 wurde er zum FZM befördert, im folgenden Jahr zum Chef des General-Quartiermeisterstabes der Armee und General-Quartiermeister des Kaisers ernannt.
Am 19.4.1860 wurde B. mit der politischen Verwaltung und mit der Führung des Generalkommandos in Ungarn betraut, am 20.10 desselben Jahres wurde er kommandierender General im lombardisch-venetianischen Königreich, Kärnten, Krain, Tirol und im Küstenlande und am 14.6.1862 mit dem Grosskreuz des Leopoldordens ausgezeichnet.
Am 24.11.1864 legte B. seine Stelle als Chef des Generalstabes nieder und blieb auf seinem Posten als kommandierender General in Italien.
 
Benedek hatte bis dahin eine glänzende Karriere. Obwohl er nicht aus dem Adel abstammte, hatte er nach 41 Dienstjahren den zweithöchsten Generalsrang erreicht, wegen seinem Mut, Tapferkeit und Umsicht wurde er auch von FM Radetzky geschätzt.
All dies sollte er in zwei Jahren verlieren, sein Sturz war tief, er sah das Unglück auf sich zukommen, konnte es jedoch nicht abwenden.
 
Beim Ausbruch des Krieges 1866 rechnete man damit, dass B. auf Grund seiner Erfahrungen in Italien (er hatte dort unter Radetzky gekämpft, kannte die Gegend gut, hatte sogar Norditalien kartographiert) mit dem Oberbefehl der Süd-Armee betraut wird.
Es kam anders: B. sollte nach Wunsch des Kaisers die Nord-Armee gegen Preussen führen. Als B. davon erfuhr (wahrscheinlich bereits am 7.3.1866), war er schockiert. Bei einem Gespräch mit dem Kaiser sagte er:".. Kaiserliche Hoheit, das ist gänzlich unmöglich!.." Der Kaiser antwortete: "...finden Sie sich damit ab und melden dem Generaladjutanten möglichst bald, dass Sie den Oberbefehl angenommen haben..."
Am nächsten Tag war B. zu einem Gespräch bei Erzherzog Albrecht eingeladen. In sein Tagebuch schrieb B. später: "...ich war ein Esel, dass ich hinging - es war der Anfang meines Unglücks..."
Während des zweistündigen Gespräches führte B. alle Argumente, die aus seiner Sicht gegen eine Übernahme des Oberbefehls sprachen auf: er kennt den böhmischen Kriegsschauplatz überhaupt nicht, die Generäle der Nord-Armee Clam-Gallas, Coudenhove, Thurn und Festetics sind gegen ihn voreingenommen, unfähig und ohne jegliche Disziplin. Eine Armee von 200.000 Mann in Böhmen zu führen, traue er sich nicht zu, das müsste er dem Kaiser offen sagen.
Bei dem Gespräch mit Kaiser Franz Joseph am folgenden Tag, wiederholte B. im Beisein Erzherzog Albrechts seine Argumente: er wüsste kaum, wo in Böhmen die Elbe fließt, in Italien kenne er sich aus, einen Erfolg mit nur 80.000 Mann dort könne er garantieren. Er bat den Kaiser, ihn in Italien zu belassen, ev. auch nur als Befehlshaber einer Brigade.
Der Kaiser war sehr ungehalten. "nun gehen Sie also zurück nach Italien...".
In den folgenden Stunden erwog Franz Joseph den Oberbefehl Erzhrzg. Albrecht zu übertragen, Fürst Liechtenstein überredete ihn jedoch, bei seiner ursprünglichen Entscheidung zu bleiben.
Nach Mitternacht des 9.3.1866 ließ der Kaiser B. wecken. Er erwartete B. in Gegenwart Erzhrzg. Albrechts und des Generaladjutanten Graf Crenneville. Alle versuchten B. umzustimmen, der Kaiser argumentierte, dass wenn auf dem nördlichen Kriegsschauplatz ein anderer Oberbefehlshaber geschlagen würde, müsste der Kaiser seine Abdikation erklären (!)
B. notierte später in sein Tagebuch: "...ich opfere dem Kaiser meine Soldatenehre. Ich würde froh sein, wenn er seine Entscheidung später nicht bereut. Wenn ich schon dahin gehen muss, wohin ich nicht will, verlange ich Garantien, dass sich niemand in meine Entscheidungen einmischt. Ich opfere mich für den Kaiser, aber für Dummheit Anderer will ich nicht verantwortlich sein..."
 
Der Einmarsch der Preussen stand kurz bevor, B. erhielt seine Ernennung jedoch erst nach einem Monat, am 21.4., den Oberbefehl übernahm er offiziell in Wien am 12.5. und auch dann begab er sich noch nicht zu der Armee, sondern weilte längere Zeit in Verona.
In dieser Zeit trat in Benedeks Wesen und Handlungen eine gravierende Änderung ein. Aus dem entscheidungsfreudigen, entschlossenen Brigadegeneral wurde ein zögernder, von Anderen abhängiger Armee-Oberbefehlshaber. Vertraute B. seinem Können nicht mehr? Er kam mehr und mehr in die Abhängigkeit seines Generalstabschefs Krismanic, eines Theoretikers und Sprücheklopfers, der seinem Gegenspieler, General Helmut v. Moltke, absolut nicht gewachsen war. Wahrscheinlich wusste B., dass seine eigenen taktischen und strategischen Kenntnisse zur Führung einer Brigade ausreichen, nicht aber einer Armee von 200.000 Mann und dass noch in unbekanntem Gelände.
 
Und so nahm das Verhängnis seinen Lauf. Der kurze Feldzug, der kaum einen Monat dauerte und wenige Tage nach dem totalen Sieg der Preussen bei Königgrätz (die Schacht ist in der Rubrik "Schlachten und Gefechte" beschrieben) endete, war für die Monarchie ein Desaster. Die Habsburger verloren ihre Vormachtstellung im Reich, die an Preussen überging.
 
Man benötigte einen Schuldigen an der ganzen Misere und der wurde bald gefunden. Bereits während des Feldzuges hatte der Kaiser die Generäle Clam-Gallas, Henikstein und Krismanic ihrer Posten enthoben (bei Clam-Gallas entschuldigte sich der Kaiser kurz darauf und setzte ihn mit allen Ehren wieder ein).
Benedek wurde Erzherzg Albrecht unterstellt und legte am 26.7.1866, nach dem seine Korps Pressburg erreicht hatten, den Oberbefehl nieder.
Es wurde eine Untersuchung des Desasters angeordnet, während derer B. ablehnte gegen die führenden Generäle auszusagen.
Bereits während des Rückzuges von Königgrätz hatte B. seiner Ehefrau geschrieben:
"...ich will niemanden belasten, ich will mich auch nicht verteidigen, ich möchte nichts schreiben und zu meiner Verteidigung sagen -, nur meinem Kaiser, wenn ich die Gelegenheit dazu bekomme - werde ich alles sagen und berichten was ich weiß und denke...."
Diese Gelegenheit bekam B. nie. Obwohl die führenden Generäle vor das Kriegsgericht gestellt werden sollten, ordnete der Kaiser die Einstellung der Untersuchungen an (wahrscheinlich befürchtete er, dass bei der Verhandlung die Mitschuld des Hauses Habsburg an`s Tageslicht käme).
Benedek schrieb in seinem Testament: "...am 19. November 1866 habe ich dem damaligen Oberbefehlshaber, Erzherzog Albrecht sub pers. Nr. 22 schriftlich versprochen, mein Schicksal weiterhin still zu ertragen und meine stillen Urteile mit in mein Grab zu nehmen. Dieses Versprechen war vielleicht voreilig ...aber eben solch ein Versprechen war die bedeutendste Bestätigung meines soldatischen Charakters.."
Kurz darauf wurde in der österreichischen Presse eine Kampagne gegen B. gestartet, in der er zu höchst verunglimpft wurde (Autor des schlimmsten Pamphlets in der "Wiener Zeitung" war der Vorstand der Präsidialkanzlei im Kriegsministerium, Oberst Gutton).
Man kann sich nicht wundern, dass B. jegliche Kontakte zu Personen des Hauses Habsburg, der Armee, aber auch Personen, die ihm früher nahe standen, unterbrach.
Als ihn einmal Prinz Thurn-Taxis besuchen wollte, bat er ihn dies zu unterlassen:
"...den Rest meiner militärischen Illusionen habe ich in diesem Jahre beerdigt..."
Als Erzherzog Albrecht erfuhr, dass B. ein Unbekannter alle Orden und Auszeichnungen gestohlen hatte, schickte er ihm umgehend seine eigenen. In seinem Beitrag über die Verantwortung während eines Krieges sprach der Erzherzog eben Bendek großes Lob aus und schickte ihm ein Exemplar.
Enttäuscht und physisch am Ende zog sich B. mit seiner Familie nach Graz zurück.
Der Historiker Vivenot wollte eine wahrheitsgetreue Schilderung der Geschehnisse schreiben, B. lehnte jedoch eine Mitarbeit ab, auch wenn ihm seine eigene Ehefrau dazu riet.: "...es würde dem Kaiser und der Armee nicht dienlich sein.." sagte dazu B.
"...ein besiegter Feldherr muss sein Unglück tragen..."
Er verbrannte sämtliche Notizen, die er sich während des Feldzuges gemacht hatte.
Erst sieben Jahre nach dem tragischen Ende des Krieges kam Kronprinz Rudolf nach Granz (im Auftrag seines Vaters??) und versuchte den ehemaligen Feldzeugmeister zu besuchen. Benedek ließ ausrichten, er wäre nicht zuhause.
Der Prinz ließ danach B. ein freundliches Schreiben zukommen und B. antwortete darauf. In einem Satz drückte er alles aus:
"...ich bin endlich allein; mit mir im Reinen und möchte nicht gestört werden..."
Auf den Brief, mit dem ihm das Haus Habsburg versuchte die versöhnende Hand zu reichen, reagierte er nur mit den Worten: "... es ist zu spät.." und ergänzte: "..es ist zu wenig.."
In seinem Testament legte er fest, dass der Säbel, den ihm Erzherzog Albrecht nach der Schlacht bei Novara geschenkt hatte, diesem zurückgegeben wird, mit allen Orden und Auszeichnungen, die ihm jener seinerzeit geschickt hatte.
 
FZM Ludwig Ritter v. Benedek starb an Krebs am 27.4.1881 in Graz.
Sein Beileid sprach der Witwe nicht nur Erzherzog Albrecht aus, sondern auch Bismarck. Benedeks Ehefrau war Julie Amalie (*1811, +1895), Witwe des Moritz, Ritter v. Woyna, der 1839 gestorben war.
Als der Testamentsvollstrecker, Benedeks ehemaliger Adjutant und einziger verbliebener Freund Eugen Müller den Säbel Erzherzog Albrecht überbrachte, sagte er dass "...dieser nie mehr von einem braveren Soldaten getragen werden wird, als Benedek es war..."
 
Ludwig v. Benedek ist eine der tragischsten Persönlichkeiten der österreichischen Militärgeschichte. Er war kein geborener Feldherr wie Napoleon, Radetzky. Er war jedoch ein tapferer, pflichtbewusster, seinem Kaiser bis zur Selbstaufopferung ergebener Soldat. Letzteres ging so weit, dass er - wider besseres Wissen - eine Aufgabe übernahm, der er nicht gewachsen war. Das Wissen über seine Unzulänglichkeiten lähmte wohl alle seine Entscheidungen während des Feldzuges 1866. Der Kaiser dankte B. seine Aufopferung schlecht und opferte diesen tüchtigen Soldaten um seine eigene Haut zu retten.

                                                                                                                      Harald Skala
 
Quellen:
  • C. v. Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, Band II., Wien 1861.
  • Allgemeine Deutsche Biographie, Leipzig, 1876.
  • Neue Deutsche Biographie, Bd. II., Berlin 1955.
  • Slavomír Ravik, Tam u Hradce Králového, Verlag REGIA, Prag, 2001.

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